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Analysen - Ausland
20.12.2004
Yukos keine Investition
ATON Capital Group

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Die Analysten von ATON Capital Group halten an ihrer negativen Einschätzung der Yukos-Aktie (ISIN US98849W1080/ WKN 632319) weiter fest.

Die Baikal-Finanzgruppe (BFG), ein unbekanntes Unternehmen, habe die Auktion von YuganskNG für 9,35 Mrd. USD gewonnen, was 6% über dem Startpreis liege. Gazprom's Öltochter habe an der Auktion nicht teilgenommen. Aufgrund der Unbekanntheit von BFG hätten sofort nach der Auktion Spekulationen begonnen, wer hinter der Gruppe stehe. Gazprom habe mittlerweile mitgeteilt zu BFG keine Beziehungen zu haben.

Trotzdem würden die Analysten der Wahrscheinlichkeit, dass Gazprom oder Surgutneftegaz die eigentlichen Eigentümer von BFG seien, die größten Chancen beimessen. Die BFG habe möglicherweise mit Geld des Gazprom-Konzerns geboten. Die juristische Adresse der Baikalfinanzgruppe liege in der Stadt Twer. Vor Ort sei jedoch kein Hinweis auf die Finanzgruppe zu finden, aber immerhin sei ein Geschäftspartner von Gazprom unter der Adresse gemeldet.

Durch den Verkauf des Kronjuwels scheine das Schicksal von Yukos besiegelt. Yukos sei nun nur noch ein mittelgroßes Unternehmen mit 4,4 Mrd. Barrel Reserven und einer geschätzten Förderung von 34 Mio. Tonnen in 2004. Zusätzliche Steuerforderungen dürften den Aktienwert der verbleibenden Assets weiter drücken. Insofern dürfte der Staat ähnlich der YuganskNG-Auktion weitermachen bis alle Töchter verkauft seien, um die Steuerverbindlichkeiten zu decken.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von ATON Capital Group Investoren von der Yukos-Aktie Abstand zu nehmen.



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