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Analysen - Ausland
02.10.2000
Allied Irish Banks Nachholpotential
Merrill Lynch

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Nach Ansicht des Senior Portfolio Manager James Ellman von Merrill Lynch hat die Aktien des irländischen Bankinstitutes Allied Irish Banks (WKN 861542) Nachholpotential gegenüber vergleichbaren Finanzwerten.

Der Kursverfall sei dem Experten zufolge auf die gestiegenen Zinsen in den USA, auf den schwachen Euro sowie Befürchtungen über eine sich überhitzende irische Wirtschaft und dem Einfluss der russischen Finanzkrise auf das Geschäft in Polen zurückzuführen. In den letzten fünf Jahren habe Allied Irish Banks die Erwartungen immer erfüllt oder sogar übertroffen. In der gleichen Zeitperiode habe das Unternehmen den durchschnittlichen Gewinn pro Aktie um 19 % gesteigert.

Zudem habe die Aktie seit kurzem wieder den Weg nach oben angetreten. Sowohl der Kapitalfluss als auch das Volumen habe zugenommen; gegenüber dem Tief sei der Aktienkurs um rund 40 % gestiegen. Dennoch habe die Aktie nicht die Hausse der Us-ameriansichen und kanadischen Finanzdienstleister mitgemacht. Dies führe der Anlage-Experte auf die tendenziell geringere Markkapitalisierung der irischen Unternehmen zurück, und darauf, dass sie zumeist erst später entdeckt werden würden.

Laut Ellman falle Investoren auf, dass Allied Irish Banks (AIB) gut in Irland, einem der am stärksten wachsenden Länder in Europa, positioniert sei. Ellman gefalle die Tatsache, dass AIB die Gewinnbringer durch die internationale Expansion diversifizieren möchte. Ellman zufolge würden Banken in der Regel zwei- bis dreifach so stark wie das Bruttosozialprodukt wachsen. AIB nutze die hohe Profitabilität in Irland, um anderswo, wie in den USA, Wachstum zu generieren.

Wie andere Finanz-Dienstleister sei AIB aufgrund ihrer Groesse möglicherweise innerhalb der nächsten Jahre ein Übernahmekandidat. Als mögliche Übernahmekandidaten würden z. B. die Deutsche Bank oder HSBC in Frage kommen.



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