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Analysen - DAX 100
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17.12.2004
SAP verkaufen
Helaba Trust
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Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) zu verkaufen.
Oracle habe den Konkurrenten PeopleSoft übernommen.
Im dritten Quartal habe SAP dank einer soliden Geschäftsentwicklung in Asien und den USA den Umsatz um 7,5% auf 1,78 Milliarden Euro steigern können. Dabei habe der Zuwachs der Lizenzerlöse leicht über den Erwartungen gelegen. Angesichts der hohen Vorjahresbasis seien die Zuwachsraten in den USA allerdings stark eingebrochen. Zudem habe der japanische Markt einmal mehr enttäuscht. Der Marktanteil in Amerika sei nur noch geringfügig um einen Prozentpunkt auf 38% gestiegen. Das operative Ergebnis habe sich trotz gestiegener Vertriebsaufwendungen überproportional auf 461 Millionen Euro verbessert. Die EBIT-Marge habe nochmals leicht auf 26% zugelegt. Per Saldo habe das Konzernergebnis angesichts einer niedrigeren Steuerquote bei respektablen 291 Millionen Euro gelegen.
Der Ausblick für das vierte Quartal sei verhalten ausgefallen. So sei weder die Umsatzprognose noch die Prognose für das Konzernergebnis erhöht worden. Aufgrund der hohen Vorjahresbasis und des zuletzt wieder schwächeren USD würden die Analysen von Helaba Trust nur noch mit einem einstelligen Zuwachs der Lizenzerlöse rechnen. So könne die nachlassende Erlösdynamik in den USA wahrscheinlich nicht durch deutliche Zuwächse in Europa aufgefangen werden. Abgesehen von Deutschland seien die erhofften positiven Signale bisher ausgeblieben. Lediglich in Asien sei weiterhin mit hohen Steigerungsraten zu rechnen.
Mit der Übernahme von PeopleSoft durch Oracle werde zudem zumindest in den USA ein fast ebenbürtiger Konkurrent entstehen. So würden Oracle und PeopleSoft in den USA auf einen Marktanteil von 34% kommen. Oracle habe sowohl die Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinien als auch deren Wartung für einen langen Zeitraum garantiert. Damit habe sich die Unsicherheit über die künftige Nutzbarkeit der PeopleSsoft-Anwendungen deutlich verringert. Bisher habe SAP von der Unsicherheit über die Zukunft von PeopleSoft profitiert. Man sehe nach Abschluss der Übernahme 2005 nun keine zusätzlichen positiven Impulse mehr für SAP.
Zudem werde sich der Margenzuwachs angesichts erhöhter Personalkosten aufgrund der geplanten umfangreichen Neueinstellungen im Vertrieb- und Marketing voraussichtlich weiter abschwächen. In Anbetracht der verlangsamten Renditefortschritte und des nur moderaten Erlöswachstums falle das aktuelle Bewertungsniveau zu hoch aus.
Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von SAP zu verkaufen.
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