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Analysen - Ausland
27.09.2000
Palm nach unten absichern
Finance-Online

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Palm (WKN 931982), der Weltmarktführer bei PDAs (Taschencomputer/Organizer), habe, so die Analysten von Finance-online, gestern nach Börsenschluss sehr gute Zahlen für das erste Quartal 2001 veröffentlicht.

So sei der Gewinn von $10 Millionen im Vorjahresquartal auf $23,9 Millionen oder 4 Cents je Aktie, der Umsatz von $176,5 Millionen auf $401 Millionen gestiegen. Wenn man Sonderbelastungsfaktoren mit einbezöge, so habe der Gewinn bei 3 Cents je Aktie. Analysten hätten mit 2 Cents ohne Sonderbelastungen gerechnet.

Dementsprechend habe sich CEO Carl Yankowski gestern sehr zufrieden mit Wachstumsraten von 120+% bei Umsatz und Gewinn in einer sich verschärfenden Wettbewerbslandschaft und beständigen Engpässen bei einzelnen Bauteilen gezeigt. Im abgelaufenen Quartal habe das Unternehmen 1,5 Millionen Palm-Geräte verkauft, 320.000 mehr als im vorangegangenen Quartal. Somit seien mittlerweile 8,7 Millionen Palms im Umlauf. Jedoch sei der durchschnittliche Verkaufspreis der Geräte von $262 auf $240 gesunken. Dies habe vor allem an der Einführung des Palm M100 gelegen, eines $149 teuren PDAs, welcher im unteren Preissegment sehr erfolgreich gestartet sei. Der Palm M100 habe im abgelaufenen Quartal 10% des Umsatzes von Palm eingebracht, obwohl er erst im letzten Drittel des Quartals auf den Markt gekommen sei.

Für das laufende Quartal erwarte Palm einen Umsatz von $500 Millionen bis $530 Millionen im Weihnachtsgeschäft. Das nachfolgende Quartal werde jedoch wieder etwas geringere Umsätze einbringen. Im Geschäftsjahr 2001 erwarte das Unternehmen einen Umsatz von $1,9-$2Milliarden.

Gestern nach Börsenschluss habe die Aktie Gewinne aus der regulären Börsensitzung wieder abgegeben. Manche Marktbeobachter hielten trotz der sehr soliden fundamentalen Verfassung von Palm die Aktie mit einem KGV von über 250 auf Basis der für dieses Jahr zu erwartenden Gewinne von 17-20 Cents (persönliche Schätzung) pro Aktie für zu teuer, vor allem weil Probleme bei den Zulieferern schnell die Gewinne wieder zunichte machen könnten. Die Aktie sollte, solange die Phantasie durch die anstehende Konvergenz von Handy und PDA bestehe, nach unten hin abgesichert sein.



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