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Analysen - DAX 100
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09.11.1998
Heideldruck akkumulieren
DG Bank
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Die Heidelberger Druckmaschinen AG (WKN 559 103), der Weltmarktführer für Drucksysteme, habe im ersten Halbjahr weiter zugelegt, berichten die Analysten der DG Bank. Nach dem Rekordjahr 1997/98 (31.3) sei der Umsatz in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 1998/99 um 16,2% auf 3.498 Mio. DM gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern habe sich zwar um 24,5% auf 188 Mio. DM verbessert, doch gegenüber dem ersten Quartal, in dem diese Größe noch um 48% auf 110 Mio. DM zugelegt hätte, habe sich die Dynamik merklich verlangsamt.
Um 12,4% unter den Vorjahreswert von 3.656 Mio. DM seien die Auftragseingänge geblieben. Hier werfe bereits die 1999 anstehende DRUPA ihre Schatten voraus. Im Vorfeld dieser alle vier Jahre stattfindenden weltweit wichtigsten Branchenmesse würden sich die Abnehmer erfahrungsgemäß zurückhalten, da auf der Messe neue Maschinen und Produktinnovationen vorgestellt würden. Strategisch wolle der bereits jetzt unangefochtene Weltmarktführer in das bislang kaum abgedeckte Segment der großen Zeitungsrotationsmaschinen eindringen. Ob dies aus eigenen Kräften oder durch eine Akquisition (dürfte in Deutschland kartellrechtlich problematisch sein) geschehen werde, sei noch offen.
Beim Ergebnis je Aktie rechen die Analysten für das laufenden Jahr mit einem Rückgang von 10 auf 9 DM. Der Grund: Nachdem die Verlustvorträge aus dem Linotype-Hell-Kauf bereits im vergangenen Jahr aufgebraucht worden seien, werde sich die Steuerbelastung normalisieren.
Im aktuellen Kurs, der 25% unter dem Jahreshöchststand liege, sei dies jedoch bereits eskomptiert. Unter den Kriterien Marktposition, Rentabilität und Substanz sei Heideldruck im Vergleich zu anderen Maschinenbauern erste Wahl. Die Analysten empfehlen, den Titel zu akkumulieren.
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