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Analysen - Ausland
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19.09.2000
L´Oréal Marketperformer
LB Baden-Württemberg
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L’Oréal (WKN 853888) habe, so die Experten der LBBW, den Umsatz 1999 zu 98 % mit Schönheitsprodukten erwirtschaftet und davon 56 % in Westeuropa, 27 % in Nordamerika und 17 % im Rest der Welt erlöst. Überdies sei L’Oréal mit über 2 % des Konzernumsatzes in der Dermatologie und in Sonstigem tätig und halte 19,5 % an Sanofi-Synthélabo.
L’Oréal habe den Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 14,5 % gsteigert. Dazu hätten internes Wachstum 8,1 %, Wechselkurseffekte 6,2 % und Änderungen im Konsolidierungskreis 0,1 % beigetragen. Wenn man das interne Wachstum innerhalb des Schönheitsbereichs nach Regionen aufteile, zeige sich eine Zunahme um 5,3 % in Westeuropa, um 7,9 % in Nordamerika und um 19,4 % im Rest der Welt. Dabei habe der Konzern von einem hohen Wachstum in den Bereichen Luxus- und Profesionelle Produkte sowie von einer kräftigen Erholung in Asien, Lateinamerika und Osteuropa profitiert. Der operative Gewinn habe sich überproportional um 18 % erhöht, da sich die operative Marge um 29 Basispunkte verbessert habe.
Die positive Entwicklung des ersten Halbjahres sollte sich auch im zweiten Halbjahr fortsetzen. Unter Einschluss der drei zum zweiten Halbjahr konsolidierten, kleineren und im laufenden Jahr leicht dilutierend wirkenden Akquisitionen Kiehl’s, Matrix und Carson erwarteten die LBBW-Analysten für das Gesamtjahr ein Plus beim Konzernumsatz in Höhe von 16 % und beim operativen Gewinn von 19 %. Nachdem das erste Halbjahr wechselkursbedingt über den Erwartungen gelegen habe, erhöhten die Experten ihre Gewinnschätzungen und rechneten jetzt mit einem Plus des Nettogewinns vor außerordentlichen Posten und inklusive Goodwillabschreibungen bzw. des entsprechenden Gewinns pro Aktie um 19,5 %. Im kommenden Jahr sollte der Umsatz aufgrund des prognostizierten niedrigeren USD etwas schwächer um 10,5 % zu-legen. Der operative Gewinn dürfte sich dabei leicht überproportional um 12 % und der Gewinn je Aktie um 11,4 % verbessern.
Positiv hervorzuheben sei die Erhöhung der operativen Marge im ersten Halbjahr. Darüber hinaus sollte sich das interne Wachstum aufgrund der vermehrten Einführung neuer Produkte im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten Halbjahr etwas beschleunigen und somit stützend auf den Aktienkurs wirken. Vor dem Hintergrund der sehr hohen Bewertung des Titels sowie des im nächsten Jahr vermutlich wegfallenden positiven Wechselkurseinflusses rechneten die LBBWAnalysten jedoch nicht mehr mit einer Outperformance und stuften die Aktie auf Marketperformer herunter.
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