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Analysen - Ausland
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18.09.2000
Business Objects kaufen
Hornblower Fischer
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Neben traditionellen Datenbankherstellern wie Oracle und IBM treten vermehrt Gesellschaften in den Vordergrund, die sich auf die Erfassung, Analyse und Bereitstellung geschäftsrelevanter Daten konzentrieren (Business Intelligence BI). Als eines derjenigen Unternehmen, die von diesem Umdenken bei den Anwendern deutlich profitieren dürften, gilt der französische Softwarehersteller Business Objects (BO) (WKN 929074), so die Analysten von Hornblower Fischer.
Die Gesellschaft liefere die nötigen Tools zur Informations- und Entscheidungsfindung und gebe den Benutzern die Möglichkeit implementierte Lösungen, extern zu verwalten. Mittels der neuen Version seines Full-Client Business Objects 5i hätten Anwender erstmals vielseitigen Zugriff auf Web-Informationen gehabt. Die BI-Lösungen der Gesellschaft würden auch bei den Kooperationspartner Siebel, Oracle, SAP und Ariba eingesetzt. Die aussichtsreiche Positionierung habe sich auch in den Ergebnissen des Pariser Unternehmens wiedergegeben.
Per 30. Juni wäre der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 47% auf 85,6 Mio. USD gesteigert worden. Deutlicher verbessert habe sich der Reingewinn, dieser habe sich um 79% auf 9,2 Mio. USD erhöht oder einem verwässertem Gewinn von 0,21 Cent je Aktie. Zur Unterstützung des Wachstums habe neben den zahlreichen ASP-Aktivitäten besonders der Extranet-Bereich beigetragen, der durch zahlreiche neue Kunden einen Anstieg von 220% verzeichnet habe.
Vor dem Hintergrund, dass sich die Wachstumsraten bei dem ähnlich positionierten Wettbewerber Oracle zukünftig abschwächen dürften, rechnen die Analysten von Hornblower Fischer bei BO, beflügelt von starken Momentum im E-Business-Markt, in den kommenden Jahren mit Steigerungsraten beim Umsatz von über 50%. Dieser Zuwachs solle in der Zukunft vermehrt aus dem US-Geschäft generiert werden. Mit einem in der vergangenen Periode erzielten Umsatzanstieg von 61% sei man in diesem Aspekt bereits auf gutem Weg.
Für das laufende Jahr rechnen die Analysten von Hornblower Fischer mit einem Gewinn je Aktie von 0,98 USD und für das kommende mit 1,45 USD. Obwohl die Aktie seit Jahresanfang gut gelaufen sei, würden die Analysten das Papier angesichts der großen Nachfrage nach B2B-Kommunikationssystemen (Extranet) und der zunehmenden Margenverbesserung zum Kauf empfehlen.
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