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Analysen - Ausland
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18.09.2000
LVMH Marketperformer
LB Baden-Württemberg
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LVMH (WKN 853292) habe, so die Analysten der LBBW, den Konzernumsatz 1999 zu 27 % mit Mode und Lederwaren, 25 % mit Duty Free- und Kosmetik- Einzelhandel, 20 % mit Parfum und Kosmetika, 18 % mit Champagner und Wein sowie zu 8 % mit Cognak und Spirituosen erwirtschaftet. Dabei sei der Konzern mit jeweils über 20 % des Umsatzes in den USA und in Frankreich, rund 15 % in Europa bzw. Japan, knapp 20 % in Asien und etwa 8 % im Rest der Welt tätig gewesen.
Der Luxusgüterhersteller habe im ersten Halbjahr einen um 40 % höheren Konzernumsatz erreicht. Dazu hätten organisches Wachstum 11 %, Wechselkurseffekte 13 % und Akquisitionen 16 % beigetragen. LVMH habe dabei von der Erholung der asiatischen Nachfrage, der hohen Beliebtheit von Louis Vuitton-Produkten, dem Erfolg neuer Artikel und der Expansion des Einzelhandels profitiert. Der operative Gewinn sei wie erwartet allerdings unterproportional um 31 % gestiegen. Der Gewinn vor außerordentlichen Posten habe nach einem höheren Finanzaufwand und niedrigeren Steuern um 20 % zugelegt.
Im zweiten Halbjahr 2000 dürfte sich das Wachstum aufgrund der höheren Vergleichsbasis des Vorjahres etwas abschwächen, so dass die LBBW-Experten für das Gesamtjahr eine Steigung des Konzernumsatzes um 29 % erwarteten. Aufgrund der Investitionen in die Integration der Akquisitionen, in die Internationalisierung des Vertriebsnetzes sowie in den Aufbau der zwei eCommerce-Plattformen sephora.com und eLUXURY.com rechnen die Analysten weiterhin mit einem unterproportionalen Wachstum des operativen Gewinns und des Ergebnisses pro Aktie um 24 % bzw. um 18 %. Im kommenden Jahr dürfte sich die operative Marge jedoch durch wesentlich geringere Kosten für den eCommerce und das Erreichen schwarzer Zahlen im Einzelhandel wieder kräftig verbessern und einen operativen Gewinnanstieg um 19 % bzw. pro Aktie um 21 % erlauben. Gleichzeitig erwarten die Analysten einen 13 % höheren Kozernumsatz.
Angesichts der niedrigeren Margen im laufenden Jahr und der Befürchtung einer sich in Zukunft tendenziell eher abschwächenden Nachfrage nach Luxusgütern trauen die Experten der hoch bewerteten Aktie weiterhin keine Outperformance zu. Die einzigartige Positionierung des weltweit größten Luxusgüterherstellers sollte jedoch eine dem Gesamtmarkt entsprechende Entwicklung zulassen, so dass die Analysten der LBBW ihre Marketperformer-Einstufung beibehielten.
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