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Analysen - Nebenwerte
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04.09.2000
König & Bauer unterbewertet
Finanzwoche
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Die Analysten des Börsenbriefs Finanzwoche sehen die Aktien der im SDAX notierten König & Bauer AG (WKN 719353, Vorzüge) an der Weltmarktspitze im Bereich der Druckmaschinenindustrie.
Der Periodenüberschuss habe um 75,4 Prozent gesteigert werden können. Sonderaufwendungen für die Fachmesse DRUPA 2000 würden sich nicht wesentlich in dem Überschuss niederschlagen. Das Unternehmen habe in den letzten fünf Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von 59,1 Prozent.
Die operative hohe Ertragsqualität würde durch den Fünf-Jahreswachstum beim Cash Flow von 36,4 Prozent hervorhoben werden. Ebenso würden sich Produktivitätsverbesserungen auf das Ergebnis positiv auswirken. Wertpapiere und liquide Mittel liegen bei 8,4 Euro je Aktie, bereinigt um die Bankschulden. Damit erhalte der Vorzugs-Aktionär das im Branchenvergleich ohnehin schon extrem preiswerte Geschäft nahezu zum halben Preis. Der Buchwert liege bei etwa 18 Euro.
Bis zum Jahr 2005 solle der Marktanteil von 12 auf 15 Prozent gesteigert werden. Konkurrenten in den USA und Japan hätten im Gegensatz zu König & Bauer mit währungsbedingten Wettbewerbsnachteilen und kämpfen. Bei einem Auslandumsatz mit 74 Prozent seien sehr gute Gewinnsteigerungen zu erwarten. König & Bauer selbst rechne für das Jahr 2000 mit einem „gehaltenen Gewinn“.
Die Analysten erwarten für 2000 einen Gewinn je Aktie von 2,1 Euro und für 2001 2,4 und für 2002 2,6 Euro pro Aktie. Auf Sicht des für 2001 erwarteten Ergebnis ergebe sich dadurch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von acht. Bei einem Kurs von 19 Euro hätte der Aktionär eine Dividendenrendite von fünf Prozent.
Die Experten der Finanzwoche sehen König & Bauer im Branchenvergleich als unterbewertet an. Das Unternehmen stehe aus Sicht der Substanz so gut da wie nie zuvor und dürfe reif für eine Neubewertung sein.
Auch die Unternehmenspolitik sei hervorragend und dürfe so manchen Neuen Markt-Wert hinter sich lassen. Das Unternehmen habe durchaus eine Kurschance von 50 Prozent.
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