|
Analysen - Nebenwerte
|
26.11.2004
Gericom verkaufen
Erste Bank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der Erste Bank bewerten die Gericom-Aktie (ISIN AT0000729108/ WKN 565773) mit "verkaufen".
Die Zahlen für das dritte Quartal 2004 seien wiederum geprägt gewesen von der schwierigen Situation vor allem im Hauptmarkt Deutschland. Der Umsatz des dritten Quartals 2004 habe somit nur auf dem Niveau des Vorquartals gelegen, was einen Rückgang von 16% gegenüber dem dritten Quartal 2003 bedeute. Mit dem deutlich schwächeren Umsatzbeitrag sei der Umsatz in den ersten neun Monaten 2004 um 18% auf 268,3 Mio. Euro zurückgegangen. Das EBIT der ersten neun Monate sei mit 1,53 Mio. Euro zwar positiv gewesen, im dritten Quartal habe aber wiederum ein leichter Verlust hingenommen werden müssen.
Gericom wolle im vierten Quartal die Umstrukturierungen weiter vorantreiben. Angesichts der nach wie vor sehr schwierigen Wettbewerbssituation im Konsumelektronikbereich sei aber mit keiner wesentlichen Verbesserung bei den Margen zu rechnen. Aufgrund der schwierigen Marktsituation und möglicher Lieferschwierigkeiten von Seiten der Lieferanten gehe das Management davon aus, dass das angepeilte Umsatzziel von 400 Euro für das laufende Geschäftsjahr 2004 nicht erreicht werden könne.
Die Analysten der Erste Bank sähen aktuell aber auch in den kommenden Quartalen kein Ende der Preiskämpfe sowohl bei Notebooks als auch im Bereich Home Entertainment. Eine merkliche Verbesserung der Margen sei trotz Restrukturierungsmaßnahmen deshalb nicht möglich. Zusätzliche negative Effekte aufgrund notwendiger Abwertungsmaßnahmen könnten sich aus notwendigen Rücknahmen ergeben.
Die Analysten gingen deshalb nun für das Geschäftsjahr 2004 von einem leicht negativen Ergebnis aus und würden ihre Gewinn je Aktie-Schätzung von 0,19 auf minus 0,01 Euro senken. Da ohne neue innovative und margenstarke Produkte keine wirkliche Verbesserung möglich sein werde, gingen sie für die zwei darauffolgenden Geschäftsjahre nur von einer schwarzen Null aus. Sie würden ihre Gewinn je Aktie-Schätzung für das Geschäftsjahr 2005 von 0,28 auf 0,02 Euro und für das Geschäftsjahr 2006 von 0,29 auf 0,06 Euro senken.
Die Analysten der Erste Bank sehen die Gericom-Aktie auch weiterhin mit großen Risken behaftet und bestätigen ihre Verkaufsempfehlung mit Kurziel 2,80 Euro je Aktie.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|