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Analysen - Ausland
24.11.2004
BHP Billiton übergewichten
Zürcher Kantonalbank

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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank bewerten die Aktie von BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) mit "übergewichten".

Die Wirtschaft floriere im Fernen Osten und somit auch die Nachfrage nach Öl, Gas, Kohle und Elektrizität. BHP habe den Umsatz allein in China gegenüber dem Fiskaljahr 2003 verdoppelt und erziele nun 10% des Absatzes im Reich der Mitte. Chinas Schlüsselindustrien (Stahl, Aluminium, Chemikalien) würden die Energievorräte regelrecht verschlingen. Sei China vor einem Jahrzehnt noch Ölexporteur gewesen, importiere es heute bereits 40% des Rohölbedarfes. Zudem habe es zu wenig Eisenerz, Alumina, Nickel und Kupfer, um nur die wichtigsten Rohstoffe zu nennen und die Nachfrage nach Öl, Gas und Kohle werde sich bis 2020 verdoppeln bis verdreifachen.

Vor ihrer Importabhängigkeit würden sich die Chinesen fürchten und würden durch den Aufbau eines Zulieferernetzwerks versuchen das Risiko zu minimieren. BHP werde von der nachhaltig steigenden Nachfrage und somit von den Rohstoffpreisen auf historisch hohem Niveau profitieren. Ihr Engagement fokussiere sie auf große Kunden mit wenig oder keinem Kreditrisiko.

BHPs Hauptaugenmerk liege auch bei künftigen Projekten auf tiefen Kosten und hohen Margen. Vor diesem Hintergrund habe BHP letztes Jahr acht neue Projekte in die nun 23 Opportunitäten umfassende Pipeline aufgenommen. Weitere Gelegenheiten würden sich dank der budgetierten USD 4 Mrd. Investitionsausgaben ergeben. Das Engagement im Rohölbereich werde mit dem Golf von Mexiko weiter ausgeweitet. Bis 2008 solle dort eine jährliche Produktionssteigerung von 50% erzielt werden.

Daneben habe BHP weitere sechs Förderfelder in Entwicklung. In den Gasproduktionsstätten in North West Shelf und Bass Strait werde weiter expandiert. Bis 2006 werde ein jährliches Wachstum von bis zu 50% angestrebt. Weitere ungenutzte Gasreserven würden in Australien, Pakistan sowie in Trinidad und Tobago liegen. Bis 2007 würden weitere Expansionen anstehen: Kupfer (Spence), Nickel (Ravensthorpe, Yabulu), Alumina (Alumar) und Eisenerz (Western Australia).

BHPs operative Marge sei mit 32,3% signifikant höher als die der Konkurrenz (Anglo American 14,8%, Rio Tinto 23,9%) und zeige die sehr gute Kostenstruktur des Rohstoffunternehmens. Die Rendite (ROIC, Return On Invested Capital) habe über die letzten zwei Jahre kontinuierlich von 10,9% auf 21,4% gesteigert werden können. Die hohen Rohstoffpreise würden weiterhin für attraktive Margen und Gewinne sorgen. Eine umsatzträchtige Pipeline lasse das weitere Wachstum erahnen und die Rohölsparte werde auch künftig für die erwünschte Diversifikation sorgen. Das KGV 2005 liege gegenüber der Konkurrenz mit 13,9 leicht unter dem Branchenschnitt (14) und der Gewinn je Aktie werde über die nächsten Jahre weiterhin zweistellig wachsen.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen den BHP Billiton-Titel mit "übergewichten" ein.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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