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Analysen - Ausland
16.11.2004
Microsoft Marketperformer
Stadtsparkasse Köln

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bleiben bei ihrem "Marketperformer"-Rating für die Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747).

Der Konzern habe Gewinn und Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres gesteigert. So habe der Nettogewinn für das am 30. September beendete Vierteljahr 2,9 Mrd. USD oder 27 Cent pro Aktie betragen, verglichen mit 2,6 Mrd. USD im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei um 12% auf 9,19 Mrd. USD geklettert. Der Nettogewinn von 27 Cent je Aktie schließe die Aktienvergütungen für Mitarbeiter ein. Ohne sie habe der Gewinn je Aktie 32 Cent betragen und habe damit über den 30 Cent gelegen, die Analysten im Schnitt erwartet hätten.

Die EU-Kommission habe gegen den US-Softwarekonzern die höchste jemals von ihr verhängte Kartellstrafe ausgesprochen und Auflagen für die Vermarktung des Betriebssystems Windows vorgegeben. So müsse Microsoft wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bei Computerbetriebssystemen ein Rekordbußgeld von 497 Mio. Euro zahlen. Bedeutender für Microsoft seien allerdings die Auflagen für Erleichterungen für Microsoft-Konkurrenten. Nach der EU-Kommission würden nun auch die Wettbewerbshüter in Japan wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kartellrecht ermitteln.

Die Softwarefirma wolle ihren Aktionären durch Aktienrückkäufe und Dividenden mehr als 75 Mrd. USD zukommen lassen. Neben der Erhöhung der Dividende habe der Konzern eine einmalige Sonderdividende von 3 USD je Aktie ausgeschüttet (Gesamtvolumen 32 Mrd. USD und damit die größte jemals von einem Unternehmen gezahlte Dividende). Die Aktien von Microsoft seien am 15. 11. ex Dividende gehandelt worden. Der Konzern habe seit längerem unter dem Druck der Investoren gestanden, seine enormen Barmittelreserven an die Anleger auszuschütten.

Der Konzern gehöre mit seiner dominanten Marktstellung zu den Perlen im Technologiebereich. Microsoft sei allerdings in seinem Kerngeschäft auf Wachstumsgrenzen gestoßen und vor diesem Hintergrund nicht gerade günstig bewertet. Darüber hinaus dürfe längerfristig die Gefahr durch offene Betriebssysteme wie Linux nicht unterschätzt werden. Nach unten sei die Aktie durch die solide Finanzlage abgesichert.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Microsoft-Aktie weiterhin mit "Marketperformer" ein.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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