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Analysen - Ausland
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18.11.2004
Logitech übergewichten
Zürcher Kantonalbank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Logitech (ISIN CH0012607195/ WKN 887020) mit dem Rating "übergewichten" ein.
VoIP bzw. die digitale Sprachübertragung auf Datennetzwerken mittels Breitbandtechnik sei derzeit das Schlagwort in der Telekomindustrie. Nachdem Großunternehmen bereits intensiv VoIP in den eigenen Datennetzwerken einsetzen würden, dürfte mit der zunehmenden Breitbandpenetration (DSL2 und Kabel) für VoIP auch bei KMU und Privaten die Zeit langsam reif sein.
Vor allem in den USA bestehe ein großes Potenzial, denn dort würden rund 70% der Haushalte von Kabelbetreibern versorgt, für welche VoIP eine kostengünstige Alternative darstelle, in die Sprachtelefonie einzusteigen. In Europa werde VoIP von den Telekoms (DSL) mehrheitlich noch nicht angeboten. Die Kabelinfrastruktur sei in der Schweiz zwar bereits telefonie-fähig, im übrigen Europa jedoch generell veraltet bzw. nicht VoIP-fähig (z.B. Deutschland) oder gar nicht vorhanden (z.B. Italien). Die IP-Telefonie sei aber nicht mehr aufzuhalten und der Ausbau von VoIP dürfte mit der anhaltenden Medienkonvergenz, wie zum Beispiel TV über DSL, und der damit steigenden Digitalisierung der Netze einhergehen.
Nach der erfolgten Expansion der Produktpalette im PC-Umfeld mit Tastaturen, Kameras, Spielsteuerungen und Audiogeräten strebe Logitech heute eine Multiplattform-Strategie an. Damit verlasse das Unternehmen das reine PC-Umfeld und konzentriere sich auf Produkte in der digitalen Welt wie z.B. Headsets für Mobiltelefone. Mit VoIP biete sich für Logitech nun eine Möglichkeit, die Produktpalette entsprechend der Strategie zu erweitern. An der Technologiemesse Electronica in München konnten die Analysten der Zürcher Kantonalbank in Erfahrung bringen, dass Logitech auf der Basis eines MicronasNIT-Produkts eine VoIP-Lösung auf den Markt bringen möchte, die in den Desktops (Maus/Tastatur-Kombination) von Logitech integriert sein würde. Damit könnte Logitech als Innovator ein bisher riesengroßes brachliegendes Potenzial aufarbeiten.
Zum laufenden Weihnachtsquartal gebe sich das Unternehmen zuversichtlich und erwarte ein ähnliches Umsatzprofil wie im letzten Quartal. Dies bedeute einen starken Einzelhandelsumsatz, angeführt von Kontrollern für Spielkonsolen sowie generell mit drahtlosen Tastaturen und Mäusen und auch Videoprodukten. Die intensivste Nachfrage gelte nach wie vor der mit Lasertechnologie ausgestatteten Maus MX1000, die technologisch einzigartig sei und mit der sich Logitech nicht das erste Mal als Innovator bewiesen habe.
Die Positionierung für das wichtige Weihnachtsquartal habe sich bei der letzten Ergebnispräsentation (Halbjahr) als sehr gut gezeigt, und knapp einen Monat vor Weihnachten bestätige Logitech nun auch das gute bisherige Umsatz- und Margenmomentum. Die Analysten würden dem Titel deshalb weiterhin ein Potenzial von 10-15% auf der Ebene des bisherigen Investment Case attestieren. Bei einer definitiven Bestätigung der möglichen VoIP-Initiative dürfte sich der Investment Case aber noch verbessern, da die Analysten ein großes Synergiepotenzial innerhalb des Unternehmens und mittelfristig gute Marktchancen für das Produkt erkennen könnten.
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Logitech-Aktie überdies auch aufgrund der guten Qualität, der Stärke der Bilanz und des Managements mit "übergewichten" ein.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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