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Analysen - Nebenwerte
18.11.2004
Phönix SonnenStrom attraktiv
ExtraChancen

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Die Experten von "ExtraChancen" sehen die Aktie von Phönix SonnenStrom (ISIN DE000A0BVU93/ WKN A0BVU9) als attraktives Investment.

Das Umfeld könnte für den "kalten Börsengang" der Phönix SonnenStrom AG kaum besser sein. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (seit 1. August in Kraft), die den Bau von Solaranlagen auch wirtschaftlich attraktiv mache, habe einen Hype bei den Solaraktien ausgelöst. Der hohe Ölpreis habe sein Übriges getan. Beispiel: Der Kurs von Solarworld sei von 29 Euro in dreieinhalb Monaten auf über 61 Euro in dieser Woche gestiegen.

Bei Phönix SonnenStrom gebe es kein klassisches IPO mit Börsengang und Zeichnungsfrist. Die Aktien würden einfach zum Handel eingeführt. Angebot und Nachfrage würden den Kurs bestimmen. Die Aktien würden aus einer Privatplatzierung (Einnahme: 12 Mio. Euro), die bereits vor drei Jahren durchgeführt worden sei, und weiteren Kapitalmaßnahmen stammen.

Das Unternehmen aus dem bayerischen Sulzenmoos zähle sich selbst zu den "größten und wichtigsten Anbietern von Solaranlagen" in Europa. Der Umsatz habe nach neun Monaten 2004 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21% auf 47,4 Mio. Euro zugelegt. Positiv dabei: Phönix schreibe seit dem Q1 schwarze Zahlen. Das Neunmonatsergebnis habe bei 30 Cent je Aktie gelegen.

Die Phönix-Aktien stünden mit 4 Euro in den Büchern. Das entspreche einer Marktkapitalisierung von gut 20 Mio. Euro. Damit sei der Wachstumswert nicht zu teuer bezahlt. Selbst wenn im Schlussquartal nichts mehr verdient werden würde, läge das KGV bei höchstens 13 und könne - auch im Branchenvergleich - als sehr attraktiv bezeichnet werden.

Denn das Potenzial in dieser Branche sei riesig. Das bereits angesprochene Erneuerbare-Energien-Gesetz habe die Nachfrage bei vielen Unternehmen erheblich angekurbelt. Folge: Wettbewerber Solarworld sei bis 2006 ausgebucht - bei Phönix hätten die Aufträge ebenfalls zugenommen.

Auch sei die derzeit gehandelte Bewertung um 4 Euro nicht zu teuer. Da jedoch viele der 3.500 Altaktionäre (Free-float über 90%) ihre Papiere bereits seit 2001 halten würden, könnte es sein, dass diese "Kasse machen" wollten. Deshalb erwarte man nicht, dass der Kurs wie Phoenix aus der Asche schieße, sondern halte es für gut möglich, dass der Titel nach dem ersten Listing zwischenzeitlich unter die 4-Euro-Marke rutsche.

Die Experten von "ExtraChancen" sehen die Phönix SonnenStrom-Aktie deshalb als attraktives Investment, um den Bereich erneuerbare Energien im Depot abzudecken. Sie würden jedoch empfehlen, ein Abstauberlimit bei 3,50 Euro zu setzen.



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