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Analysen - Ausland
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22.10.2004
Synthes qualitative Depotbeimischung
Bank Hofmann
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Bank Hofmann sind der Meinung, dass die Aktie von Synthes (ISIN US87162M1027/ WKN 564688) eine qualitative Depotbeimischung ist.
Synthes verfüge über eine führende Marktposition in der operativen Knochenbruchbehandlung und stelle Produkte für den künstlichen Gelenkersatz her. Vor rund einem Jahr habe Synthes den Zusammenschluss mit der in Privatbesitz stehenden Mathys Medical angekündigt. Damit habe das Unternehmen ein seit langem anvisiertes Ziel erreicht, seine Produkte weltweit vermarkten zu können.
In der Vergangenheit habe die AO Stiftung (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese) in Davos, die vorwiegend in der Forschung aktiv sei, ihre Produkte in der ganzen Welt durch die Erteilung von Lizenzen verkauft: Stratec habe die Hälfte von Europa sowie Lateinamerika abgedeckt, während Mathys über die Lizenz für die andere Hälfte sowie Asien und Afrika verfügt habe und Synthes in den USA tätig gewesen sei. Synthes und Stratec hätten 1999 fusioniert und der Erwerb von Mathys sei der letzte Meilenstein auf dem Weg zur globalen Präsenz gewesen.
Die Fusion sei im Februar diesen Jahres vollendet worden, mit Ausnahme des deutschen Marktes, wobei am 1. Oktober eine Einigung mit dem Bundeskartellamt erreicht worden sei, so dass der vollen Integration nichts mehr im Wege stehe. Dank der Markteinführung neuer, innovativer Produkte zur Behandlung von Frakturen sowie erhöhter Produktivität der Verkaufsaktivitäten im Schädel-Gesicht-Bereich sei es Synthes in den ersten neun Monaten dieses Jahres gelungen, eine überdurchschnittliche Umsatzsteigerung zu erzielen. Für das Gesamtjahr erwarte man inklusive Mathys einen Betriebsgewinn von 616 Mio. USD bei einem Umsatzwachstum von 44% auf rund 1,8 Mrd. USD.
Die Akquisition von Spine Solutions sowie die steigende Akzeptanz neuer Produkte würden es Synthes ermöglichen, in den schnell wachsenden Wirbelsäulebereich mit Schwung vorzustoßen. Auf Grund des Zusammenschlusses mit Mathys rechne man mit einem erheblichen Synergiepotenzial bei Produktion und Marketing. Die Integration werde jedoch in den ersten Jahren die operative Marge belasten. Einerseits seien die Mathys-Produkte auf Grund ihrer Preisstruktur weniger profitabel als diejenigen, die in den USA verkauft würden. Andererseits sei es notwendig, in Vertriebsmitarbeiter zu investieren und in gewissen Fällen die Organisationstrukturen in denjenigen Ländern zu ändern, die zuvor von Mathys bedient worden seien.
Obwohl die Aktie von Synthes mit einem KGV 2005 von etwa 28 nicht mehr ganz günstig bewertet ist, betrachten die Analysten der Bank Hofmann sie dank dem hohen Synergiepotenzial, der höheren Margen bei neuen Produkten sowie der hervorragenden Marktposition für langfristig denkende Investoren weiterhin als qualitativ hoch stehende Depotbeimischung. Die Aktie sei am 1. Oktober in den SMI aufgenommen worden.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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