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Analysen - Nebenwerte
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08.11.2004
Pfleiderer halten
SdK AktionärsNews
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Die Experten von "SdK AktionärsNews" empfehlen die Aktie von Pfleiderer (ISIN DE0006764749/ WKN 676474) zu halten.
Nach zwei verlustreichen Jahren und tief greifenden Sanierungsmaßnahmen erwarte der Pfleiderer-Konzern 2004 wieder einen Nettogewinn. Pfleiderer habe im dritten Quartal 2004 Umsatz und Ergebnis steigern können. In 2003 habe das Unternehmen noch rote Zahlen geschrieben und sich daraufhin neu ausgerichtet. Um sich auf die Fertigung von Spanplatten für die Möbelindustrie, Bahnschwellen sowie Türmen und Masten etwa für die Telekommunikation zu konzentrieren, habe Pfleiderer verschiedene Unternehmensteile verkauft und zur Anpassung von Produktion und Nachfrage den Standort Rheda restrukturiert.
Das Vorsteuer-Ergebnis der fortzuführenden Aktivitäten belaufe sich den weiteren Angaben zufolge auf 28,1 (10,7) Mio. Euro. Insgesamt habe der Pfleiderer-Konzern in den ersten neun Monaten ein Vorsteuerergebnis von 54,1 (3,6) Mio. Euro erzielt. Der Umsatz sei in den ersten neun Monaten um 7,7% auf 727,7 Mio. Euro gestiegen. Für das Gesamtjahr werde ein Umsatz von rund 950 Mio. Euro nach 1,02 Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwartet. Vorstandssprecher Hans Overdiek habe die deutliche Verbesserung mit geringeren Kosten und der Konsolidierung auf dem deutschen Markt für Holzwerkstoffe begründet.
Nicht übersehen dürfe man allerdings die positiven Sondereffekte aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten, so dass Ende September ein Nettoergebnis von 44,1 Mio. Euro Gewinn nach 4,2 Mio. Euro Verlust im Vorjahr ausgewiesen worden sei. Die Desinvestitionen, insbesondere der Verkauf der amerikanischen Newmark Inc. und der Leipziger Windturmproduktion, hätten mit 26 Mio. Euro gut die Hälfte zum Konzernergebnis beigetragen. Pfleiderer sehe ein günstiges Marktumfeld, besonders auf den östlichen Auslandsmärkten wie Polen und Russland mit steigender Nachfrage nach Holzwerkstoffen.
Eine Übernahme des Holzstoff-Konkurrenten Hornitex, der im Sommer 2001 Insolvenz angemeldet habe, stehe gemäß Unternehmensangaben nicht mehr unbedingt im Fokus. Pfleiderer sei mit seinem Übernahmekonzept nicht zum Zuge gekommen. Stattdessen investiere man rund 100 Mio. Euro in einen Werksneubau in Polen. Die Produktion für mitteldichte und hochdichte Faserplatten solle Ende 2006 in Betrieb genommen werden. Durch eine im Juni durchgeführte Kapitalerhöhung der polnischen Tochter habe sich die Eigenkapitalquote im Konzern von 19,6 auf 27,4% verbessert.
Die Experten von "SdK AktionärsNews" raten den Anlegern die Pfleiderer-Aktie zu halten.
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