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Analysen - Ausland
28.10.2004
Repsol konservativ empfohlen
Wirtschaftswoche

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Die Experten der "Wirtschaftswoche" empfehlen die Repsol-Aktie (ISIN ES0173516115/ WKN 876845) für konservativ orientierte Anleger.

Obwohl der Ölpreis seit Anfang 2003 nach oben gehe, habe der spanische Konzern in den ersten beiden Quartalen 2004 um 7,7% weniger verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zum größten Teil sie dies auf den sinkenden USD zurückzuführen. Bereinigt um Steuer- und Währungseffekte hätte der Gewinn um 13,5% auf 1,32 Mrd. EUR zugelegt. Ein weiterer Grund für das schwache Abschneiden sei der hohe Gasanteil bei Repsol gewesen. Doch auch der weltweite Gaspreis lege zu. Gas sei der Energieträger mit dem höchsten Nachfragezuwachs.

Kurspotenzial erhalte die Aktie aktuell in erster Linie durch die Erholung in Südamerika. Der Kontinent sei die wichtigste Förderregion Repsols seit dem Erwerb der argentinischen YPF 1999. Aber nicht zuletzt die politische Unsicherheit in Argentinien schwäche den Kurs. Derzeit seien es die Pläne der Regierung Néstor Kirchner, die Steuern auf Erdgasexporte nach oben zu schrauben. Auf Grund der Freigabe des Erdgaspreises sollte das jedoch nur eine vorübergehende Belastung sein.

Nach Ansicht der Wertpapierexperten sei Repsol mit einem 2004er KGV von 9,5 der günstigste Öltitel in Westeuropa und gelte daher - und wegen der attraktiven Förderlizenzen in Lateinamerika - als potenzieller Übernahmekandidat. Charttechnisch betrachtet habe der mittelfristige Aufwärtskanal noch Bestand. Der Titel sollte allerdings nicht unter das Level von 16 EUR zurückgehen. Ein Ausbruch über 18 EUR wäre hilfreich, wodurch der Weg bis 22 EUR geebnet wäre.

Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten den Titel von Repsol für konservativ empfehlenswert.



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