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Analysen - DAX 100
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21.08.2000
Krones Marketperformer
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Der weltweit führende Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen Krones (WKN 633503) liefere als einer von nur wenigen Anbietern innerhalb des stark fragmentierten Marktes auch komplette Anlagen. Das Spektrum reiche von Herstellungsverfahren für PET-Flaschen über Reinigungs-, Füll-, Inspektions- und Kontrolltechnik, Etikettier- und Ausstattungstechnik bis hin zur Pack- und Palettiertechnik. Trotz des hohen Auslandsanteils beim Umsatz finde die Produktion fast ausschließlich im Inland statt. Um den hohen Qualitätsstandard zu sichern, dürften Expansionsbestrebungen weiterhin den Kostensenkungszielen untergeordnet werden.
Im zweiten Quartal 2000 seien die zuvor bereits erkennbaren Produktivitätsfortschritte bestätigt worden. So seien von Januar bis Juni der Umsatz um 6% gg. VJ auf 501 Mio. EUR und der Nettogewinn um 27% auf 19 Mio. EUR gestiegen. Vor allem der erfreuliche Auftragseingang (+26%) dürfte die Konzernführung für das Gesamtjahr zu einer leichten Plananhebung veranlaßt haben (Umsatz 1 Mrd. EUR, Ergebnis 37 Mio. EUR). Angesichts der günstigen Wechselkursverhältnisse dürften diese Vorgaben immer noch eher konservativ gehalten sein. Zum stärksten Wachstumstreiber sei die Kunststofftechnik (Maschinen zur PET-Flaschenproduk-tion) avanciert. Nunmehr habe auch die erste Anlage für die neue PET-Beschichtung den Testbetrieb aufgenommen.
Es spreche allerdings vieles dafür, daß die zyklischen Geschäftsfelder (Etikettiermaschinen, Flaschenfüller und -reinigungsanlagen) in 2001 ihren zyklischen Höhepunkt erreichten. Außerdem warnen kritische Konjunkturbeobachter für die Schwellenländer vor einem abermaligen Rückschlag. Daher erscheinen Bewertungsabschläge wie im Jahr 1999 (letzte Auftragsflaute) angemessen. Mit einer daraus ableitbaren 6-Monats-Performanceerwartung von rd. 10% könne die Krones-Aktie trotz der jüngsten Kursschübe immer noch mit dem Gesamtmarkt mithalten. Wenn die Widerstandszone im Bereich von 35 EUR signifikant überwunden werde, könnte es infolge von Anschlußkäufen kurzfristig sogar zu einem Überschießen kommen.
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