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Analysen - Ausland
13.10.2004
Moody's intakter Aufwärtstrend
BörseGo

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Die Experten von "BoerseGo" sind in ihrem aktuellen "TecReport" der Meinung, dass die Aktie von Moody's (ISIN US6153691059/ WKN 915246) einen intakten Aufwärtstrend hat.

Den Urteilen der einstmals so geachteten Aktienanalysten werde nach dem Baissemarkt der letzten Jahre längst nicht mehr so viel Bedeutung beigemessen wie zu Zeiten des Börsenbooms. Dagegen habe der Ratingmarkt nach wie vor Hochkonjunktur. Zusammen mit Standard & Poor’s beherrsche die Moody’s Corporation diesen Markt. Die Aktie habe ein Triple A verdient.

Die früher als langweilig verschrienen Anleihen hätten in der jüngsten Vergangenheit wieder an Attraktivität gegenüber Aktien gewonnen. Wer sich schon einmal mit dem Anleihenkauf beschäftigt habe, wisse welche entscheidende Rolle dabei die Bonität des Emittenten spiele. Ohne Bewertung von einer der großen Ratingagenturen sei es für Firmen praktisch ein Ding der Unmöglichkeit, sich Fremdkapital zu beschaffen. Je besser das Rating, desto geringer sei der Zinsaufschlag, den man bei der Emission einer Anleihe bezahlen müsse.

Das Top-Rating bei Moody's sei Triple A. Das New Yorker Unternehmen sei hinter Standard & Poor's (S&P) die Nummer zwei im Ratinggeschäft. Derzeit verfüge man über einen Anteil von knapp 40 Prozent an dem Markt, der ein Volumen von über zwei Milliarden Dollar umfasse. Damit liege man nicht mehr weit hinter S&P und sei auf dem besten Wege, den Branchenführer bald zu überflügeln. Ein großer Vorteil sei der geringe Wettbewerb. Neben den beiden Großen verfüge in den USA lediglich noch Fitch über den Status einer national anerkannten Ratingorganisation.

Moody's sei ein Wachstumswert par excellence. Das Unternehmen, das bereits im Jahr 1900 aus der Taufe gehoben worden sei, habe den Umsatz in den vergangenen 20 Jahren um durchschnittlich fast 20 Prozent pro Jahr gesteigert. Derzeit erziele man rund 70 Prozent seiner Erlöse in den Vereinigten Staaten. Doch gerade das Auslandsgeschäft berge hohe Wachstumschancen. In Europa gebe es zahlreiche große Firmen ohne Rating. Und für ein Erstrating müsse ein Unternehmen mindestens 35.000 Euro auf den Tisch legen. Darüber hinaus plane Moody's, die Expansion in Asien voranzutreiben.

Im abgelaufenen zweiten Quartal habe Moody's den Umsatz um 14 Prozent auf 357,6 Millionen Dollar gesteigert. Der Nettogewinn sei auf Grund von Sonderbelastungen nur um knapp drei Prozent auf 103,5 Millionen Dollar oder 68 Cent je Aktie geklettert. Ohne die Sonderaufwendungen seien die durchschnittlichen Analystenschätzungen einmal mehr um drei Cents übertroffen worden. Auch bei den Zahlen des dritten Quartals, die Ende Oktober veröffentlicht würden, sollte dies wieder gelingen.

Der Aktienkurs habe sich seit der Erstnotiz im September 2000, als Moody's aus Dun & Bradstreet ausgegliedert worden sei, bereits verdreifacht. Die Chancen stünden gut, dass sich der Aufwärtstrend auch in Zukunft fortsetze. Mit einem KGV von 25 sei die Aktie zwar kein Schnäppchen, auf Grund der exzellenten Marktposition und der guten Wachstumsaussichten erscheine die Bewertung aber berechtigt.

Nach Ansicht der Experten von "BoerseGo" ist die Moody's-Aktie für langfristig orientierte Anleger eine Investition mit dem Rating Triple A.



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