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Analysen - Nebenwerte
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16.08.2000
Ludwig Beck übergewichten
Baden-Württemberg. Bank
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Trotz einer eher moderaten Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2000, in der sich Ludwig Beck (WKN 519990) mit +1,3% nicht signifikant von der stagnierenden Branche abheben konnte, erzielte das Unternehmen ein sehr erfreuliches Ergebnis, berichten die Analysten der Baden-Württembergischen Bank.
Hierfür seien eine verbesserte Rohmarge dank des erfolgreichen Bereichs Junge Mode, rückläufige sonstige Aufwendungen sowie ein verbessertes Finanzergebnis verantwortlich gewesen. Diese Faktoren hätten den gestiegenen Personalaufwand, der auf Tariferhöhungen und Personaleinstellungen für die zentrale Kassenabwicklung zurückzuführen war, deutlich überkompensiert. Der gute Verlauf des Sommerschlussverkaufs und erste Anzeichen für eine Belebung des Privaten Konsums würden das avisierte Umsatzwachstum von rund 3% im laufenden Geschäftsjahr realistisch erscheinen lassen. Dank der erfreulichen Margenentwicklung solle es trotz der Anlaufkosten für das neue Geschäftsfeld eCommerce (Jazz, Klassische Musik) gelingen, das Vorjahresergebnis zu übertreffen.
Auf dem aktuellen Kursniveau würden die Analysten die Aktie mit einem KGV von 12 für unterbewertet halten. Seit dem IPO habe das Unternehmen kontinuierlich seine Ertragsziele übertroffen und habe sich durch aktive Investor Relations-Politik aus der Masse der SMAX-Werte hervorgehoben. Zudem profitiere Ludwig Beck von der Steuerreform, die zu einer Belebung der inländischen Konsumneigung führen dürfte. Echte Kursphantasie könne ein erster Schritt in Richtung externes Wachstum bringen. Dank der Cash-Cow am Marienplatz und der inzwischen sehr soliden Finanzstruktur (Eigenkapitalquote 53%) könne Ludwig Beck bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von nur 90 Mio. DM bis zu 60 Mio. DM ohne Kapitalerhöhung für Akquisitionen aufbringen.
Von den Analysten würde daher empfohlen das Papier überzugewichten.
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