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Analysen - Ausland
11.10.2004
Repsol YPF spekulativer Kauf
Aktienservice Research

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Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "Aktienservice Research" die Aktien von Repsol YPF (ISIN ES0173516115/ WKN 876845) zum Kauf.

Das spanische Unternehmen Repsol YPF sei einer der führenden Öl- und Gaskonzerne. Trotz gestiegener Ölpreise sei es im ersten Halbjahr zu einem Gewinnrückgang gekommen. Der Nettogewinn habe bei 1,08 Milliarden Euro und damit um 7,7 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gelegen, als noch 1,17 Milliarden Euro in den Büchern gestanden hätten. Die Analystenschätzungen hätten bei 1,13 Milliarden Euro gelegen. Das operative Ergebnis habe bei einem gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 5,3 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro gestiegenen Konzernumsatz zwar von 2,08 auf 2,12 Milliarden Euro zulegen können, habe aber gleichermaßen unter den Prognosen der Analysten von 2,16 Milliarden Euro gelegen.

Hintergrund des schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlenwerks seien zum einen negative Wechselkurseffekte gewesen. Neben dem schwachen Dollar sei aber das eigentliche Hauptproblem die gestiegene Steuerbelastung in Argentinien. Der Plan der argentinischen Regierung, die Exportsteuern für Rohöl von 20 auf 25 Prozent, für Benzin von null auf fünf Prozent sowie für Flüssiggas von null auf 15 Prozent anzuheben, könnte sich stark belastend auswirken, da insbesondere bei hohen Rohölpreisen ein entsprechender Gewinnanstieg für das Unternehmen verhindert werde. Darüber hinaus sei im Mai in Argentinien ein Preisstabilitätspakt geschlossen worden, der einen Discount gegenüber dem Marktpreis bei Rohölverkäufen im Inland vorsehe. Entsprechend habe sich die Aktie von Repsol YPF unterdurchschnittlich zum Sektor entwickelt.

Nach dem Kursrückgang seien nun aber wieder vermehrt Analystenstimmen zu hören, die sich positiv hinsichtlich der weiteren Kursentwicklung äußern würden. Denn das Problem der mangelnden geografischen Diversifizierung - der Konzern beziehe rund 70 Prozent seiner Reserven aus Argentinien - könnte durchaus auch Chancen mit sich bringen. Mit dem starken Engagement in Argentinien weise man in Lateinamerika eine Präsenz wie kaum ein anderes europäisches Unternehmen auf und könnte von einem Aufschwung in dieser Region deutlich profitieren. Mit positiven Auswirkungen sei auch die strukturelle Erhöhung der Raffinierungsmargen verbunden. Auch ein eventuelles Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens könnte die Kursentwicklung nach oben beeinflussen - die Kasse von Repsol YPF wäre für ein solches Programm gut gefüllt.

Die geringere Profitabilität im Vergleich zu anderen Unternehmen des Sektors sowie die Risikofaktoren Währungssensitivität und Abhängigkeit von Argentinien würden einen Abschlag gegenüber den anderen Unternehmen rechtfertigen. Bei einem derzeitigen 2005er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,8 und einer aktuellen Dividendenrendite von 2,6 Prozent könnte die Aktie jedoch insbesondere vor dem Hintergrund der charttechnischen Konstellation eine Spekulation wert sein.

Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von "Aktienservice Research" zu einem spekulativen Engagement in die Aktien von Repsol YPF. Der Stoppkurs sollte bei 16,75 Euro platziert werden.



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