|
Analysen - Nebenwerte
|
27.09.2004
caatoosee verkaufen
SdK AktionärsNews
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Experten von "SdK AktionärsNews" empfehlen die Aktie der caatoosee AG (ISIN DE0006178353/ WKN 617835) zu verkaufen.
Die Aktionäre müssten schon lange auf die Zahlen der caatoosee AG für das am 31. März 2004 zu Ende gegangene Geschäftsjahr warten. Begründet werde die bei der Deutschen Börse beantragte Fristverlängerung mit "Verhandlungen zur Gesamtfinanzierungs-Lösung für 2004/2005“, die noch nicht abgeschlossen seien.
Ausweislich der letzten veröffentlichten Zahlen zum 31. Dezember 2003 habe das Unternehmen gut drei Jahre nach dem Börsengang, der über 70 Mio. Euro in die Kassen gespült habe, gerade noch über 2,8 Mio. Euro verfügt. Caatoosee scheine ein klassischer Fall eines dilettantisch gemanagten Unternehmens der Softwareund IT-Branche zu sein. Unter dem Aufsichtsratsvorsitz einer vermeintlichen "Lichtgestalt“, des ehemaligen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten und ehemaligen Jenoptik-Vorstands Prof. Dr. h.c. Lothar Späth, habe der Firmengründer und Großaktionär Guido Alt seinen Aktionären ein gefestigtes Wachstum durch eine erfolgreiche Unternehmensstrategie versprochen.
Mittlerweile habe sich bei caatoosee jedoch Ernüchterung breit gemacht. Weder sei das Wachstum jemals gefestigt gewesen, noch habe seit dem Börsengang jemals auch nur ein Cent Gewinn gemacht werden können - und auch Späth habe seiner Rolle als Förderer und Entrepreneur nie gerecht werden können. Die zu 21 Euro emittierte Aktie notiere aktuell bei gerade noch 0,5 Euro, was einem Unternehmenswert von knapp 9 Mio. Euro entspreche.
Der Aktienkurs befinde sich jedoch nicht zu Unrecht im Keller. Das Missmanagement der letzten Jahre habe in der Bilanz deutliche Spuren hinterlassen. Der Erwerb zahlreicher Beteiligungen zu horrenden Preisen führe per 31.Dezember 2003 zu einem Goodwill von über 20 Mio. Euro und mache alleine mehr als 50% der Bilanzsumme und annähernd 90% des Eigenkapitals aus. Ein weiterer Fehltritt sei die langfristige Anmietung von riesigen Büroflächen gewesen, aus der Mietverpflichtungen für die nächsten 17 Jahre resultieren würden. An den Fehlentscheidungen der Vergangenheit scheine die Gesellschaft jetzt zu scheitern. Wie die Experten aus dem Unternehmen erfahren würden, würden sich die derzeit laufenden Verhandlungen mit potentiellen Investoren, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung Mittel zur Verfügung stellen sollten, gerade um die Frage der langfristigen Mietverpflichtungen drehen.
Unabhängig vom Ausgang der Gespräche dürfte der Jahresabschluss eine reine Katastrophe werden. Die Experten würden davon ausgehen, dass der Goodwill größtenteils wertberichtigt werden müsse und somit das Eigenkapital mehr oder weniger verschwinde. Zusätzlich dürfte die Firmenkasse aufgrund weiterer Verluste mittlerweile fast leer sein.
Die Experten von "SdK AktionärsNews" empfehlen den Aktionären daher, noch vor der Veröffentlichung des Jahresabschlusses die caatoosee-Aktien zu verkaufen.
|