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Analysen - Ausland
17.09.2004
Richemont übergewichten
Zürcher Kantonalbank

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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Richemont (ISIN CH0012731458/ WKN 875863) mit "übergewichten" ein.

Richemont habe in den ersten fünf Monaten (April bis August) besser als vom Markt erwartet abgeschnitten: organisches Umsatzwachstum +17%, Umsatz in EUR +15%. Richemont sei damit nach einem organischen Wachstum von 27% bzw. 23% im April/Mai auch in den Sommermonaten Juni bis August ein geschätztes zweistelliges Wachstum von knapp 12% gelungen, was angesichts der wieder höheren Vorjahresbasis (+1 %) sehr erfreulich sei und für das 2. Halbjahr zuversichtlich stimme.

Das organische Wachstum nach Regionen habe sich wie folgt zusammengesetzt: Europa +11% (besser als erwartet), Japan +3% (auf Erholungskurs), Asien ohne Japan +41% (noch stärker als erwartet) und Amerika +21% (stark wie erwartet). Besonders erfreulich sei, dass die wichtigste Marke Cartier allmählich wieder Tritt fasse mit einem organischen Wachstum von 14%.

Der Deutsche Norbert Platt werde CEO von Richemont und löse damit Johann Rupert von seiner Doppelfunktion als VR-Präsident und CEO ab. Platt sei bisher CEO der zweitwichtigsten Richemont-Marke Montblanc gewesen und habe dort den Umsatz von 1986 bis 2003 verachtfachen können. Zudem sei er der Investorengemeinde bekannt, was zu begrüßen sei.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank haben ihre Gewinnschätzungen für 2004 und 2005 um gut 5% bzw. 3% angehoben. Ihre Schätzung würden die Analysten jedoch nicht als aggressiv erachten. Sie gingen für das 2. Halbjahr von einem organischen Umsatzwachstum von 6% aus, was durchaus noch Raum für eine positive Überraschung lasse, falls die Hauptmarke Cartier dank weiteren neuen Produkten wieder Marktanteile gewinnen könne. Man gehe zudem für 2004 von einer EBIT-Marge von 13,5% aus, was noch deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 16,6% (1994-1999, 2000 sogar 19,3%) liege. Die Rückkehr zu gutem Umsatzwachstum werde einen stark positiven Hebeleffekt auf den Gewinn haben.

Der Luxusgüterteil von Richemont weise auf der Basis des KGV 2005 verglichen mit dem europäischen Sektor immer noch einen zu großen Bewertungsabschlag von 23% auf. Die guten Umsatzzahlen sowie die Analystenkonferenz vom 29. September zur wichtigsten Marke Cartier w´ürden das Interesse weiter auf den Titel lenken. Zudem weise der Titel Gewinnüberraschungspotenzial auf, falls das wirtschaftliche Umfeld gut bleibe. Trotz guter Kursentwicklung sei der Titel noch nicht ausgereizt.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank belassen ihre Einstufung für die Richemont-Aktie auf "übergewichten".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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