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Analysen - Nebenwerte
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31.08.2004
Highlight bei Schwäche kaufen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Aktienexperten von "TradeCentre.de" empfehlen die Highlight-Aktie (ISIN CH0006539198/ WKN 920299) bei Schwäche zu kaufen.
Die Halbjahreszahlen des Schweizer Medienunternehmens seien gewohnt solide ausgefallen. Aufgrund der Vollkonsolidierung der Constantin Film sei der Umsatz um 155 Prozent auf 221,4 Millionen Schweizer Franken explodiert. Vor Steuern sei der Gewinn um 17,5 Prozent auf knapp 19 Millionen Euro Franken geklettert. Netto habe in der Kasse ein Überschuss von 8,5 Millionen Franken oder 18 Rappen je Aktie (0,12 Euro) geklingelt.
Burgener, Präsident des Verwaltungsrates, bekräftige im Hintergrundgespräch die Ziele für das Gesamtjahr. Den Umsatz erwarte die Gesellschaft zwischen 400 und 420 Millionen Franken und das Ergebnis bei mindestens 30 Rappen (0,20 Euro) oder 14,2 Millionen Franken. Zum Halbjahr habe das Unternehmen bereits mehr als die Hälfte der Planung eingetütet. Die Prognose wolle Burgener nicht erhöhen, sage aber: „Wir wollen unsere Planung übertreffen. Das Ziel von 20 Cent je Aktie ist sehr konservativ“. Die Planzahlen würden stark von der Entwicklung der Constantin Film, an der 58 Prozent gehalten würden, im zweiten Halbjahr abhängen. Nach Angaben des Firmenchefs würden im Gesamtjahr gut 35 Prozent des Ergebnisses auf die Münchener Tochter entfallen. Das entspreche einem Ergebnisbeitrag von fast drei Millionen Euro.
Nach den Berechnungen der Experten von "TradeCentre.de" dürfte Highlight Communications in 2004 zwischen 22 und 24 Cent je Aktie (10,3 bis 11,3 Millionen Euro) verdienen. Falls der Konzern das eigene Gewinnziel erreiche, wolle der Verwaltungsrat über eine Dividende entscheiden. „Wir streben eine Ausschüttung an“, sage Burgener. Die Höhe habe der Präsident nicht beziffern wollen. Es dürfte jedoch auf eine Ausschüttungsquote von 25 bis 30 Prozent des Jahresgewinns hinauslaufen.
Im ersten Halbjahr hätten alle drei Geschäftsbereiche (Film, Home Entertainment, Sport) einen positiven Ergebnisbeitrag abgeliefert. Die Geldmaschine sei unverändert die Tochter TEAM, die den Bereich Sport- und Event-Marketing abdecke. Bei Einnahmen von 26 Millionen Franken habe ein Ergebnis von 12,2 Millionen Fränklis in der Kasse geklingelt. Die Marge von 47 Prozent sei extrem knackig und solle laut Burgener stabil gehalten werden.
Besonders erfreut sei der Firmenchef jedoch über die Tochter Constantin. „Constantin Film hat den Turnaround geschafft und bereitet uns große Freude“. Zwischen den Gesellschaftern (Highlight/Bernd Eichinger) der Tochter gebe es einen Poolvertrag, der vorsehe, dass die Beteiligungsgrenze von Highlight bei 50,1 Prozent an Constantin Film liege. Die Eidgenossen würden aber rund 58 Prozent halten. Circa eine Million Aktien zuviel, die laut Vereinbarung marktschonend verkauft werden müssten. Ein Verkauf der Anteile über die Börse sei marktschonend kaum möglich. Nach Angaben von Burgener sei eine Veräußerung der Stücke aktuell überhaupt kein Thema.
Die Experten würden an ihrer Meinung festhalten, dass die Aktien nie mehr in den Markt kämen und im Besitz der Schweizer bleiben würden. Poolverträge könnten schließlich geändert werden, sofern sich die Gesellschafter einigen würden. Burgener habe diese Einschätzung nicht kommentieren wollen. Früher oder später könnte Highlight sogar 100 Prozent der Anteile von Constantin Film übernehmen. Bei der TEAM habe sich das Unternehmen zu Beginn 80 Prozent der Anteile gesichert und erst sechs Jahre später die restlichen 20 Prozent gekauft. Bis es bei Constantin Film zu einer Komplettübernahme komme, könnten durchaus noch einige Jahre vergehen.
Altfavorit Highlight zähle neben Constantin Film zu den besten Medientiteln am deutschen Markt. Die Wertpapierexperten von "TradeCentre.de" raten nicht investierten Anlegern die Aktie von Highlight Communications an schwachen Tagen zu kaufen.
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