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Analysen - Neuer Markt
26.07.2000
Basler Outperformer
WestLB

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Die Basler AG (WKN 510200) sei Hersteller und Entwickler von Machine-Vision-Lösungen für die industrielle Produktion.

Durch den Fokus auf wachstumsstarke Bereiche innerhalb des Machine-Vision-Sektor wolle das Unternehmen im Branchenvergleich überproportional in Umsatz und Ergebnis wachsen. Gemäss dieser Strategie konzentriere sich Basler auf die Geschäftsfelder Optical Media-Inspection (OMI), Sealing-, Display- und Web-Inspection. Darüber hinaus seien zur zeit im Bereich Vision Solutions kleinere Aktivitäten gebündelt, die evtl. später in neue Geschäftsfelder münden würden. Neben diesen auf spezielle Märkte zugeschnittenen Machine-Vision-Lösungen, biete Basler im Geschäftsfeld Machine Vision Components zudem Basistechnologien für den gesamten Sektor an. Hier sehen die Analysten der WestLB das grosse Zukunftspotential der Basler AG, weiterhin am nachhaltigen Wachstum von 20 % p.a. des gesamten Vision-Technology-Sektors überproportional partizipieren zu können.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnen die Spezialisten mit einem Gewinnanstieg von 0,62 € je Aktie. Für das Jahr 2001 werden 0,86 € erwartet. Somit betrage der 2001er KGV 72.

Grundsätzlich sei Basler als eines der weltweit führenden Unternehmen der Vision-Technologie anzusehen und habe in den zwei umsatzstärksten der sechs Geschäftsfelder die Marktführerschaft inne. Im OMI-Bereich, auf den im Geschäftsjahr 1999 rund 75% der Umsätze entfielen, zeige sich Baslers technologische Überlegenheit u.a. darin, dass der S3-Scanner derzeit als einziger Inline-Scanner in der Lage zur sogenannten Bubble-Detection sei. Im Bereich Sealing-Inspection (Umsatzanteil ca. 15 %) könne Basler einen Marktanteil von über 50% vorweisen. Für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens sei nach Einschätzung der Anlageberater darüber hinaus vor allem die einzigartige Positionierung im Bereich Machine Vision Components entscheidend. Es sei Basler gelungen, den Zugang zur CMOS-Technologie via der 16%-Beteiligung am NASA-Spin-Off-Photobit zu sichern. Hierdurch sei Basler in der Lage, die Basistechnologie für zukünftige Machine-Vision-Lösungen insbesondere für Portable- und Miniaturanwendungen zu liefern.

Da das Geschäftsfeld OMI die Ertragssituation der Basler AG nach wie vor dominiere, hielten die Analysten einen Bewertungsvergleich mit den OEM der Optical Media-Industrie für sinnvoll. Da die Margen für Scanner jedoch signifikant höher seien als für Replikationslinien, erscheine ihnen ein deutlicher Bewertungsaufschlag für gerechtfertigt. Dieser begründe sich darüber hinaus durch die positiven Langfristaussichten der Geschäftsfelder Machine Vision Components und Display Inspection.

Die jährliche Gewinnwachstumsrate zwischen 1998 und 2002e liege bei 48 %, was in Relation zum KGV auf Grundlage der Prognosen für 2001 zu einer PEGR von 1,5 führe. Aufgrund der sehr guten Wettbewerbsposition hielten die Anlageexperten diese Kennziffer für gerechtfertigt und unterstellten eine moderate Outperformance gegenüber dem relevanten Index.

Die Spezialisten der WestLB erwarten für das zweite Quartal 2000 eine Gesamtleistung, die über der vom ersten Quartal liegen dürfte, wobei hierfür nach ihrer Ansicht die positive Entwicklung im DVD-Scanner-Geschäft ursächlich sei. Darüber hinaus rechneten sie mit einem weiter steigendem Umsatzanteil des Bereiches Machine Vision Components und dem Beginn einer Erholung bei Sealing Inspection.

Neben den Messekosten für die Replitech (Miami) und Plast (Mailand) dürfte im zweiten Quartal weiterhin der Aufbau des Geschäftsfeldes Web-Inspection belasten. Die Anlageexperten gingen davon aus, dass die Personalkostenquote leicht rückläufig sein werde, da der Ausbau der Administration, der zu überproportionalem Anstieg der Personalkosten geführt habe, beendet sei.

Der optimale strategische Fokus auf das Wachstumssegment DVD-Inline-Scanner und die Erweiterung des Produktportfolios um den zur Replitech erstmalig präsentierten Offline-Scanner „Basler Reference“ (Serienproduktion ab 2001) sowie die hieraus resultierenden Synergien führen nach Angaben der Analysten weiterhin zum erfolgreichen Verlauf und nahezu stabiler Margensituation des Geschäftsfeldes OMI.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Analysten mit dem Erreichen der Profitabilität des wachstumsstarken Bereiches Machine Vision Components, der insbesondere aus strategischer Sicht von besonderer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung von Basler sein werde.

Die sich abzeichnende Erholung des Geschäftsfeldes Sealing-Inspection sei auf zunehmende Marktakzeptanz sowohl höherwertiger Prüfsysteme in Europa, als auch einfachere Varianten für den asiatischen Markt zurückzuführen.

Ein Grossauftrag aus Asien dokumentiere den Expansionserfolg des Bereichs Display-Inspection, der nach Meinung der Experten durch Produktinnovation weiter vorangetrieben werde.

Obwohl auf der Plast 2000 mit dem Basler Wegsight das erste Produkt zur Inspektion von Kunststofffolienproduktion vorgestellt wurde, sei es derzeit kaum möglich, konkrete Prognosen über den Markterfolg des jüngsten Geschäftsfeldes abzugeben.



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