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Analysen - Ausland
18.08.2004
Schindler übergewichten
Zürcher Kantonalbank

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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank bewerten die Schindler-Aktie (ISIN CH0013914103/ WKN 861992) mit "übergewichten".

Schindler habe im ersten Semester einen Umsatz von CHF 3,910 Mrd. (+7,3%) erwirtschaftet. Dabei habe das Segment Aufzüge und Fahrtreppen (A&F) einen Umsatz von CHF 3,069 Mrd. (+6,2%) und die IT-Logistiktochter Also einen Umsatz von CHF 843 Mio. (+11,8%) verzeichnet. Das Umsatzwachstum bei A&F habe dabei insbesondere in Asien/Australien/ Afrika deutlich über den Analysten-Erwartungen gelegen: Umsatz in Europa 1.734 Mio. (+8,1%), in Amerika 904 Mio. (-2,8%) und in Asien/Australien/Afrika 429 Mio. (+20,5%).

Der Auftragseingang bei A&F habe sich noch stärker auf CHF 3,366 Mrd. (+10,3%) erhöht. Der Auftragsbestand habe bei CHF 4,136 Mrd. (+12,2%) gelegen. Mit einem EBIT von CHF 257 Mio. (+28,5%) und einem Reingewinn CHF 137 Mio. (+42,7%) habe der Konzern die Markterwartungen erfüllen können.

Nachdem im Vorjahr das EBITDA bei A&F mit RO3-Projektkosten von CHF 56 Mio. belastet worden sei, hätten sich diese im ersten Semester 2004 auf CHF 42 Mio. reduziert. Die EBITDA-Marge habe sich dabei von 9,2% auf 9,9% verbessert, resp. von 11,1% auf 11,3% vor Projektkosten. Diese Verbesserung in einem Umfeld anhaltenden Preisdrucks sei primär auf Produktivitätsverbesserungen zurückzuführen. Daneben sei in verschiedenen Märkten mit Preiserhöhungen bei Neuanlagen auf die gestiegenen Materialkosten reagiert worden. Das Segmentsergebnis schneide gut ab, insbesondere im Vergleich mit jenem des kotierten finnischen Konkurrenten Kone, welcher bei einem gehaltenen Umsatz einen Margenrückgang von 330 Bp habe hinnehmen müssen.

Schindler rechne für das zweite Semester mit einer leichten Belebung der Nachfrage. Allerdings dürfte der Preis- und Margendruck weiterhin hoch bleiben. Dennoch halte Schindler am sehr ambitiösen EBITDA-Margenziel für A&F von 14% bis Ende 2005 (H1 2004: 11,3%) fest. Dabei dürften die seit 2002 ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen, welche insgesamt rund CHF 600 Mio. gekostet hätten, voll wirksam werden. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank sind angesichts des anhaltend schwierigen Umfelds vorsichtiger und reduzieren für 2005 ihre Margenschätzung von 13,5% auf 13,0%. Angesichts der besseren Umsatzdynamik als erwartet führe dies auf Stufe Konzern-EBITDA allerdings nur zu einer Reduktion um 2,3% auf CHF 861 Mio.

Für das laufende Jahr halte Schindler an der Erwartung eines Konzerngewinns von ca. CHF 280 Mio. fest, was leicht unter den Analysten-Erwartungen von CHF 299 Mio. liege. Insgesamt erachte man Schindler angesichts der kontinuierlichen operativen Fortschritte und der anziehenden Umsatzdynamik als attraktive Anlage im Industriesektor. Schindler sei günstiger bewertet als die ein schwächeres Gewinnmomentum aufweisende Kone. Mit einem relativen Kurspotenzial von rund 10% bleibe Schindler im Aktienportfolio Schweiz Nebenwerte der Analysten.

Somit lautet das Rating, das die Analysten der Zürcher Kantonalbank für die Aktie von Schindler vergeben, "übergewichten".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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