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Analysen - Ausland
26.07.2004
Gedeon Richter kaufen
ExtraChancen

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Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen die Aktie von Gedeon Richter (ISIN HU0000067624/ WKN 347512) zu kaufen.

Osteuropa-Investments würden interessant bleiben. Nachdem das Vertrauen in den russischen Aktienmarkt durch die Yukos-Affäre nachhaltig erschüttert worden sei, würden sich Titel aus Polen, Tschechien und Ungarn derzeit als die bessere Alternative präsentieren - trotz des Höhenfluges im Vorfeld des Beitritts dieser Länder zur Europäischen Union.

"Die Konvergenzfantasie ist unverändert vorhanden. Auch in Griechenland und Portugal hielten die positiven Effekte bis zum Beitritt zur Währungsunion", erkläre Ralph Luther, Emerging-Markets-Experte der Berenberg Bank. Bis dahin würden aber noch ein paar Jahre ins Land ziehen. In dieser Zeit müssten die Beitrittsländer weiter ihre wirtschaftlichen Strukturen verbessern.

Und das werde sich auszahlen, auch wenn beispielsweise der BUX nur knapp unter seinem All-Time-High notiere. Aber gerade ein Wert aus dem ungarischen Leitindex biete derzeit eine attraktive Chance für einen Einstieg in Osteuropa: Gedeon Richter.

Nach der Empfehlung der Experten im November 2002 bei 54,30 Euro habe sich der Wert fast verdoppelt. Doch in den letzten vier Monaten habe es eine erhebliche Underperformance gegenüber dem in diesem Zeitraum um fast 20% gestiegenen BUX gegeben. Der Grund, der zu dem Kursrückgang von über 100 auf aktuell gut 75 Euro geführt habe, sei allerdings längst ausgeräumt.

Die Regierung habe nämlich beschlossen, die Preise für Medikamente einzufrieren. Doch dieser Beschluss sei bereits wieder aufgehoben worden - gegen eine Zahlung von 9 Mrd. Forint, die alle Pharmaunternehmen zusammen in einen Fonds gezahlt hätten. Mittlerweile könnten die Medikamenten-Hersteller die Preise wieder selbst bestimmen. Zumindest bis 2006, denn so lange gelte die aktuelle Regelung.

Noch einmal zur Erinnerung: Gedeon Richter, eines der vier Schwergewichte im BUX (zusammen 90% der Marktkapitalisierung), sei sehr gut positioniert und gehöre zu den führenden Pharmaunternehmen Zentraleuropas. Die Ungarn würden die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung & Entwicklung über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Marketing abdecken.

In Russland würden sie sogar über eine eigene Apotheken-Kette verfügen. Dazu kämen Niederlassungen auf fünf Kontinenten und ein starkes Vertriebs- und Marketingnetz in mehr als 30 Ländern. Generika, also Nachahmerprodukte auf nicht mehr patentgeschützte Medikamente, würden den weitaus größten Umsatzanteil ausmachen.

Es biete sich bei diesem Wert also derzeit eine attraktive Einstiegschance. Die Abstrafung wegen der Debatte um die Medikamentenpreise sei auch deshalb übertrieben gewesen, weil mehr als zwei Drittel der Umsätze durch den Export generiert würden und deshalb von den Problemen innerhalb Russlands gar nicht betroffen seien. Bei der Berenberg Bank sehe man Gedeon Richter zudem als attraktiv bewertet an. "Die Aktie ist bei einem KGV von zehn nicht zu teuer", so Luther. Dazu sollte die zuletzt negative Entwicklung auch das Rückschlagrisiko begrenzen.

Die Gedeon Richter-Aktie wird von den Experten von "ExtraChancen" zum Kauf empfohlen.



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