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Analysen - DAX 100
04.05.2004
Koenig & Bauer Marketperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Koenig & Bauer-Aktie (ISIN DE0007193500/ WKN 719350) mit "Marketperformer".

Neben dem heimischen Standort Deutschland verfüge Koenig & Bauer über ein globales Netz an Vertretungen, Vertriebs- und Servicegesellschaften (USA GB, Frankreich, Italien, Brasilien, Russland, China und Malaysia), welches für den weltweiten Absatz der Druckmaschinen sorge. Der Konzern sei in Teilsegmenten weltmarktführend, beispielsweise im Nischenmarkt für Banknoten-Druckmaschinen. Weltweit würden rund 90 Prozent aller Banknoten auf Maschinen der Unternehmensgruppe produziert.

Die Nachfrage nach Rollenmaschinen (beispielsweise für Zeitungen) sei trotz einiger großer Aufträge weiterhin schwach, während die Nachfrage nach Bogenmaschinen eine robuste Nachfrage aufweise. Bei den Bogenmaschinen habe Koenig & Bauer die Marktposition ausbauen können. Die Druckmaschinenbranche scheine den Umsatztiefpunkt durchschritten zu haben. Die Branche erhoffe sich nun eine Geschäftsbelebung durch die im Frühjahr 2004 stattfindende international wichtige Branchenmesse Drupa.

Koenig & Bauer habe für das Geschäftsjahr 2003 Zahlen vorlegen können, die im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten. Der Konzern sei von der Branchenkrise getroffen worden, so habe der Umsatz um 9% auf 1,23 Mrd. Euro nachgegeben. Restrukturierungskosten in Höhe von 45,1 Mio. Euro hätten das Betriebsergebnis belastet, das von plus 46,6 Mio. Euro auf minus 47 Mio. Euro nachgegeben habe. Das Konzernergebnis sei von plus 28,1 Mio. Euro auf minus 30 Mio. Euro gerutscht. Für 2003 werde keine Dividende gezahlt.

Erstaunlich stark habe sich das Unternehmen im Bereich Bogenoffset gezeigt, der mit einem Umsatz von 617,5 Mio. Euro fast auf Vorjahresniveau (619 Mio. Euro) gelegen habe. Dahingegen habe im bisherigen Kerngeschäft Rollenoffset ein Umsatzrückgang von 16,4% auf 614,3 Mio. Euro hingenommen werden müssen. Für 2004 zeige sich das Management zuversichtlich, das Unternehmen solle in die Gewinnzone zurückkehren. Die Hoffnung gründe auf der Fachmesse Drupa im Mai und steigenden Auftragseingängen. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose wolle das Management erst im Sommer veröffentlichen.

Die Gesamtjahreszahlen 2003 hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Etwas enttäuschend sei der vage Ausblick auf 2004, der im Verlauf des ersten Halbjahres konkretisiert werden solle. Auf aktuellem Niveau erachte man die Aktie für fair bewertet, da man davon ausgehe, dass das schwache Branchenumfeld in 2004 noch belasten könne.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Einschätzung "Marketperformer" für die Koenig & Bauer-Aktie.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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