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Analysen - Ausland
07.05.2004
Du Pont Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Du Pont-Aktie (ISIN US2635341090/ WKN 852046) mit "Outperformer".

Das Unternehmen sei schwerpunktmäßig in der Entwicklung und Produktion synthetischer Stoffe im Bereich der chemischen Industrie, Pharmazeutik und Biotechnologie tätig. Die strategischen Geschäftseinheiten seien mittlerweile in fünf Geschäftssegmenten unterteilt, nachdem die sechste Sparte in Form der Tochtergesellschaft Invista im Herbst vergangenen Jahres an den Raffineriebetreiber und Rohstoffhändler Koch Industries verkauft worden sei. Die Transaktion habe einen Wert von 4,4 Mrd. US-Dollar gehabt. Zugleich habe sie aber auch eine Belastung dargestellt, da das Geschäft Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar nach sich gezogen habe. Unter der Firmierung Invista sei das Kleidungs- und Bodenbelagsfasergeschäft (Nylon, Polyester und Lycra) zusammengefasst gewesen. Die Sparte habe zuletzt einen Jahresumsatz von 6,3 Mrd. US-Dollar generiert, jedoch nur einen unterproportionalen Ergebnisbeitrag geleistet.

Das Management betreibe eine konsequente Umstrukturierung des Konzerns. Mit der Abspaltung von weniger profitablen Bereichen erfolge die Fokussierung auf margenträchtige Sparten. Im hochprofitablen und schnell wachsenden Markt für Life-Science- und Biotechnologieprodukte solle die Marktposition insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Südamerika gestärkt werden. Du Pont wolle künftiges Wachstum durch die Zusammenführung von Wissenschaft mit Innovationen, die Schaffung und Nutzung von Fachwissen für neue Geschäftsmodelle und die Steigerung der Produktivität sichern.

Im Rahmen eines Kostensenkungsprogramms wolle Du Pont die Kosten um insgesamt 900 Mio. US-Dollar senken. Unter anderem sollten noch in diesem Jahr rund 6% der Arbeitsplätze abgebaut werden. Das Unternehmen sei gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal 2004 habe der Konzernumsatz um 15% auf 8,07 Mrd. US-Dollar und der Reingewinn um 25% auf 668 Mio. US-Dollar gesteigert werden können. Im Ergebnis seien Sonderbelastungen bereits berücksichtigt worden. Alle fünf Konzernbereiche hätten den Umsatz mit zweistelligen Zuwachsraten steigern können. Besonders dynamisch habe sich der Bereich Agriculture & Nutrition mit einem Zuwachs von 22,9% auf 2,2 Mrd. US-Dollar entwickelt. Die deutliche Verteuerung der Erdgas- und anderen Rohstoffkosten hätten durch eine günstige Wechselkursentwicklung kompensiert werden können. Weiterhin habe die zunehmende Nachfrage der Halbleiterbranche, der Bauwirtschaft und der Automobilindustrie Preiserhöhungen ermöglicht.

Für 2004 erwarte Du Pont eine Erholung der konjunkturellen Rahmenbedingung in sämtlichen Industrieländern. Unter Annahme konstanter Öl- und Gaspreise prognostiziere das Unternehmen einen Gewinn je Aktie (ohne Sonderposten) zwischen 2,10 und 2,30 US-Dollar für das Gesamtjahr. Die Hauptkonkurrenten seien BASF, Bayer und Dow Chemical. Die für das erste Quartal 2004 vorgelegten Zahlen hätten über den Erwartungen gelegen. Die Restrukturierung befinde sich in vollem Gange und sollte die Profitabilität des Unternehmens weiter steigern. Positiv werte man, dass die gestiegenen Rohstoffkosten bedingt durch eine anziehende Nachfrage in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weitergereicht werden könnten. Dies deute auf eine steigende Nachfrage nach Chemieprodukten hin. In Anbetracht einer sich erholenden Weltwirtschaft sollte des Unternehmen als Frühzykliker profitieren können.

Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre "Outperformer"-Einschätzung für Du Pont.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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