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Analysen - Ausland
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18.06.2004
Sony kaufen
Weberbank
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Dirk Apel, Analyst der Weberbank, stuft die Aktie von Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) mit "kaufen" ein.
Sony sei in verschiedenen Bereichen der Konsumelektronik weltweit führend. Mehr als die Hälfte der Umsätze werden traditionell mit Elektronikgeräten aus den Bereichen Audio, Video und TV erzielt. Über Beteiligungen sei Sony auch im Filmgeschäft aktiv und auf dem Tonträgermarkt vertreten.
Im dritten Quartal hätten die Japaner einen Gewinneinbruch von 26,2% auf 866 Mio. USD hinnehmen müssen. Hohe Restrukturierungskosten und dürftige Ergebnisse der Elektronik- und Filmsparte seien Hauptgründe für die schwachen Zahlen gewesen. Selbst die ertragreiche Videospiel-Sparte, die über 40% des operativen Gewinnes ausmache, sei unter dem Ergebnis des Vorjahres geblieben.
Sony habe angekündigt, bis 2006 eine Billion Yen in den Konzernumbau zu stecken. Mit dem sogenannten Transformation 60-Plan zentralisiere Sony seine Organisation, seinen Einkauf und fasse bisher unabhängige Produktgruppen in die Oberkategorien Mobil- und Heimelektronik zusammen. Mit Bertelsmann habe sich Sony auf eine Fusion der jeweiligen Musiksparten zum weltweit zweitgrößten Musikkonzern hinter Universal Music geeinigt. Mit dem "Connect"-System wolle Sony ein Stück vom digitalen Musikmarkt erobern.
Zusammen mit IBM und Toshiba werde ein neuer, leistungsstarker Prozessor namens Cell entwickelt. Knapp 2 Mrd. USD investiere Sony in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Samsung, um sich trotz eines verspäteten Einstiegs noch einen Anteil am Wachstumsmarkt der LCD-Flachbildschirme zu sichern.
Anlässlich seines 60-jährigen Bestehens im Jahre 2006 beabsichtige der Elektronik-Konzern, eine operative Marge von 10% zu erreichen. Die Fixkosten sollten jährlich um 200 Mrd. Yen sinken. 13% der weltweit 150.000 Stellen wolle der Konzern streichen, ein Drittel seiner 200 Fabriken sollten geschlossen werden. Die Zahl der Zulieferer solle von 4.700 auf 1.000 reduziert werden.
Sony scheine mit seiner Restrukturierung auf dem richtigen Weg. Die Konzentration auf die Kernkompetenzen zeige Erfolg. Seit Sommer letzten Jahres habe sich die Aktie deutlich erholt. Der hohe Buchwert stütze den Kurs. Dessen hohe Volatilität setze aber eine erhöhte Risikobereitschaft voraus.
Trotz des aktuell hohen KGV empfehlen die Analysten der Weberbank die Sony-Aktie als Turnaround-Wert für den langfristig orientierten Anleger auf derzeitiger Basis zum Kauf.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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