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Analysen - Neuemissionen
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06.07.2000
Viva nicht zeichnen
Frankfurter Tagesdienst
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Ab dem 17. Juli könne der Anleger die Aktien des Musiksenders Viva (WKN 617106) zeichnen, berichtet der Frankfurter Tagesdienst.
Derzeit verdiene das Unternehmen mit seinen Kanälen Viva und Viva2 noch 94% seines Umsatzes noch mit Werbeeinnahmen. Ankündigungen von Herrn Gorny , dem Geschäftsführer des Unternehmens, zufolge wolle man nun das Unternehmen in ein Medienunternehmen umbauen, wobei angedacht sei das Fernsehen mit dem Internet zu verschmelzen. So solle das Fernsehprogramm über einen Video-Stream auf der Homepage übertragen werden, wobei die zu dem Beitrag passenden Zusatzinformationen oder auch E-Commerce-Dienstleistungen content-bezogen zur Verfügung gestellt werden sollen. Zudem habe das Unternehmen ein eigens Radioprogramm gestartet, so die Experten des Frankfurter Tagesdienstes weiter.
Im Jahr 1999 habe Viva einen Umsatz von 48,8 Millionen Euro mit einem dazugehörigen EBIT von 4,4 Millionen Euro erzielen können. In den Jahren 2000 und 2001 rechne man nun, aufgrund der Investitionen in die Internet- und Radiosparte, mit Verlusten. Der Umsatz solle aber, nach Angaben des Frankfurter Tagesdienstes, jährlich um 20% steigen.
Gemäß der Berechnungen der Experten des Frankfurter Tagesdienstes, ergebe sich, bei einer Bookbuildingspanne von 16-23 Euro, eine Bewertung des Unternehmens mit dem achtfachen des 2000er Umsatzes. Dieses erscheine für einen Fernsehsender als sehr ambitioniert. Viva müsse, nach Ansicht der Wertpapierexperten des Frankfurter Tagesdienstes, zunächst einmal zeigen, dass man mit einer kombinierten TV/Internet/Radio-Strategie Geld verdienen könne. Zur Zeit stelle Viva deshalb kein Investment für den Frankfurter Tagesdienst dar.
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