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Analysen - Ausland
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08.06.2004
Impala gutes Chance-/Risikoverhältnis
Performaxx-Anlegerbrief
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von "Performaxx-Anlegerbrief" halten die Aktie von Angloplat (ISIN ZAE000013181/ WKN 856547) für nicht empfehlenswert, während sie für die Aktie von Impala Platinum (ISIN ZAE000003554/ WKN 865389) ein gutes Chance-/ Riskoverhältnis sehen.
Während die Kursentwicklung von Impala noch ganz nachvollziehbar aussehe, sei dies bei Angloplat nicht der Fall. Beide hätten das Problem mit der erstärkten südafrikanischen Währung und Angloplat zusätzlich noch eines im Management.
Angloplat habe im letzten Jahr trotz steigender Edelmetallpreise einen fast 20%-igen Umsatzrückgang verzeichnet. Mit der gleichen Währungsrelation wie im Jahr zuvor wäre es ein Plus von 10% gewesen, das sei der Unterschied.
Allein im letzten Jahr seien die Personalkosten um mehr als 18% gestiegen, die bei Impala immerhin auch um 8%. Angloplat habe zwischenzeitlich sogar durchblicken lassen, dass man Expansionspläne auf Eis legen werde, wenn sich die südafrikanische Währung, der Rand, weiterhin in die falsche Richtung entwickele. Diese Aussage sei inzwischen vom Management wieder etwas revidiert worden.
Dieses mache insgesamt keinen überzeugenden Eindruck: Die Hausse der PGM habe Angloplat schlicht verschlafen. Aus einer Cash-Position von 1,4 Mrd. Rand Ende 2002 (damals knapp 200 Mio. USD) seien ein Jahr später Nettoschulden von 6,9 Mrd. Rand geworden. Die diesjährigen Prognosen von Angloplat seien bei einem Wechselkurs von 7 Rand für einen Dollar angelegt - doch seit Jahresbeginn halte sich der Kurs fast konstant 5 bis 10% unter dieser Marke.
Impala habe in diesem Punkt dasselbe Problem. Beide Aktien seien somit mehr oder weniger eine Wette auf weiterhin hohe Rohstoffpreise einerseits und einem schwächeren Rand andererseits. Für letzteres spreche zwar Einiges, aber für einen weiterhin schwächelnden Dollar ebenfalls.
Impala verfüge auf Basis des Jahres 2004 über ein KGV von rund 15 in Landeswährung - man müsse angesichts der aufgeführten Faktoren von einem Gewinneinbruch um mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr auf Basis der heimischen Währung ausgehen. Diese Effekte sollten sich nach Ansicht der Analysten im nächsten Jahr abschwächen und Impala außerdem von Produktionsausweitungen profitieren.
Die Analysten würden damit rechnen, dass die traditionell hohe Dividendenrendite für dieses Jahr auf 3,5 bis 4% falle. Unter auch nur leicht günstigeren Voraussetzungen prognostiziere man für 2005 wieder eine Rendite von 6% oder mehr, was Impala für Investoren interessant machen sollte. Von den drei hier genannten Unternehmen dürfte Impala dasjenige mit dem geringsten relativen Risiko sein.
Angloplat halten die Analysten von "Der Anlegerbrief" aufgrund der verfehlten Strategie sowie interner Probleme für nicht empfehlenswert, auch der Chart scheine diese Skepsis sehr anschaulich widerzuspiegeln. Das größte Potenzial dürfte Norilsk Nickel besitzen, erst recht nach dem Kursverfall von über einem Drittel in den letzten zwei Monaten. Weniger Risiko könnten PGM-interessierte Anleger mit Impala Platinum in ihr Depot holen. Hier sei vor allem der weitere Verlauf des US-Dollar der entscheidende Faktor. Da das Risiko nach unten hin begrenzt erscheint, bietet Impala ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis, meinen die Analysten von "Der Performaxx-Anlegerbrief". Im Zweifelsfalle wäre eine Mischung aus Norilsk Nickel und Impala Platinum eine nahe liegende Idee.
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