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Analysen - Ausland
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07.05.2004
Lenzing nicht überteuert
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analsten der Erste Bank sind der Meinung, dass die Aktie von Lenzing (ISIN AT0000644505/ WKN 852927) weiterhin nicht überteuert ist.
Das Unternehmen habe diese Woche eine wesentliche Akquisition bekannt gegeben. Es werde die Unternehmensgruppe Tencel übernommen, die im interessanten Lyocell-Fasermarkt eine Kapazität von 80.000 Tonnen im Vergleich zu Lenzings eigener Lyocell-Kapazität von 40.000 Tonner aufweise. Tencel betreibe zwei Werke - eines in den USA und eines in Großbritannien.
Damit verfüge Lenzing zusammen mit ihrem eigenen Standort in Heiligenkreuz über drei Lyocell-Werke, die derzeit voll ausgelastet laufen würden. Tencel habe einen Umsatz im Jahr 2003 von EUR 100 Mio. erzielt (im Vergleich zu Lenzings Gesamtumsatz 2003 von EUR 622 Mio.), Details zum Kaufpreis seien aber nicht bekannt gegeben worden. Es handle sich jedenfalls um eine für Lenzing sehr große Akquisition, wobei diese lt. Unternehmensangaben trotzdem aus dem Cash Flow und den vorhandenen Kreditlinien leicht finanziert werden könne.
Die Aktie habe auf diese Meldung mit einem Kurssprung reagiert und setze damit die positive Entwicklung weiter fort. Damit sei das Unternehmen mit einem EV/Umsatz 2003 von ca. 1,1x, einem EV/EBITDA 2003 von 5,9x und einem KGV 2003 von 10,5 bis 11,0x bewertet, wobei 2004 auch weiter eine positive Entwicklung zu verzeichnen sein dürfte und die Akquisition lt. Unternehmen einen positiven Ergebniseffekt haben werde. Die Dividende sei kürzlich auf EUR 6,0/Aktie angehoben worden, womit sich auch eine attraktive Verzinsung von ca. 3,4% ergebe. Einziger Wermutstropfen bleibe der geringe Streubesitz von ca. 12% (die B&C Holding halte etwa 88% am Unternehmen), weshalb die Aktie nur mit geringem Volumen am Markt gehandelt werde.
Die Aktie von Lenzing erscheine nach wie vor nicht überteuert und der positive Trend sollte weiter anhalten, so die Analysten der Erste Bank.
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