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Analysen - Ausland
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26.04.2004
Generali marktgewichten
Zürcher Kantonalbank
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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Generali (ISIN IT0000062072/ WKN 850312) mit dem Rating "marktgewichten" ein.
Generali (Schweiz) weise nach einem schlechten Vorjahr für 2003 einen über Erwarten guten Geschäftsabschluss vor. Dies gelte nicht nur für den Gewinn, der mit CHF 52,4 Mio. den Konsens um 67% übertreffe, sondern auch für die Bilanz, die mit CHF 198,7 Mio. Eigenmittel wieder deutlich stärker sei als im Vorjahr. Diese Verbesserungen seien neben einer grundsätzlich guten operativen Leistung auch die Folge der Erholung an den Finanzmärkten und damit einem überdurchschnittlichen Finanzergebnis.
Das Nichtlebengeschäft habe sich auf Bruttobasis mit einem Anstieg des operativen Gewinns um 51,6% auf CHF 44.9 Mio. sehr gut entwickelt. Einer im Vorjahresvergleich ähnlichen Belastung bei den Kosten und Schadenaufwendungen stünden dabei hohe Rückversicherungsaufwendungen (CHF 39,4 Mio.) und Abwicklungsgewinne (CHF 8,9 Mio.) gegenüber. Netto sei der Gewinnbeitrag der Nichtlebensparte mit CHF 5,5 Mio. deshalb deutlich tiefer.
In der Lebensparte präsentiere sich ein ähnliches Bild wie im Nichtlebengeschäft. Auf Bruttobasis sei das operative Ergebnis mit CHF 33.3 Mio. trotz einer insgesamt höheren Belastung bei den Versicherungsleistungen, Rückstellungen und Kosten ebenfalls deutlich besser als im Vorjahr (CHF 19,9 Mio.). Aufgrund weiterhin hoher Rückversicherungsaufwendungen (CHF 9 Mio.) und einer Reservenverstärkung für die fondsgebundene Lebensversicherung mit Garantien (CHF 15 Mio.) resultiere mit CHF 9,3 Mio. netto dennoch ein tieferer Gewinnbeitrag als im Vorjahr (CHF 13,8 Mio.).
Das letztjährige Bilanzproblem habe sich entschärft. Dies sei nicht nur die Folge des überdurchschnittlichen Eigenmittelzuwachses von 52,2%. Die Aufstockung bzw. Neuzeichnung von nachrangigen Anleihen durch die italienische Muttergesellschaft (total CHF 165 Mio.) sowie die Umwandlung von Bankdarlehen in eine Anleihe mit Keep-Well-Agreement der Generali Triest (CHF 150 Mio.) würden ebenfalls wesentlich dazu beitragen. Da sich diese finanziellen Unterstützungen des Mutterhauses damit auf insgesamt CHF 420 Mio. beliefen (entspreche 220% des aktuellen EK) und eine Umwandlung in Eigenmittel im Notfall nicht auszuschließen sei, bestehe aber latent eine große Verwässerungsgefahr.
Für die folgenden Geschäftsjahre sei für das operative Geschäft aufgrund der weit gehend abgeschlossenen Neuausrichtung grundsätzlich mit einer guten Entwicklung zu rechnen. Die Bewertung liege zwar immer noch (z.T. deutlich) über dem Branchendurchschnitt. Da der ROE viel höher sei, relativiere sich diese Einschätzung aber.
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Generali deshalb mit "marktgewichten" ein.
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