|
Analysen - Ausland
|
23.03.2004
Redback Networks abwarten
Performaxx-Anlegerbrief
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" empfehlen Investoren bezüglich der Aktie von Redback Networks (ISIN US7572095070/ WKN 729816) zunächst abzuwarten.
Ein Schritt vor und zwei zurück - so oder ähnlich müssten sich Aktionäre von Redback Networks (Kürzel: RBAK) Anfang dieses Jahres vorgekommen sein. Zwar habe der Netzwerkausrüster, der zu Jahresbeginn erst aus seinem Gläubigerschutz-Verfahren zurückgekehrt sei, seinen Verlust im vierten Quartal auf 24,9 Mio. US-Dollar eindämmen können, jedoch hätten die Aktien bereits im Vorfeld der Zahlen einen massiven Einbruch hinnehmen müssen. Nun, rund drei Monate nach dem Kursrutsch von über 50%, würden die Aktien mehr oder minder seitwärts tendieren und dabei erste positive Indikationen im Chartbild erkennen lassen.
Redback habe in der Hausse 2000 zu den viel gepriesenen New-Economy-Werten gezählt, die an Hand ihres vermeintlichen Technologievorsprungs am meisten von der Zukunft profitieren würden. Dem entsprechend hoch sei bis dato der Firmenwert des Unternehmens angesetzt. Zum Allzeithoch im ersten Quartal 2000 hätten die Papiere bei sage und schreibe 14.490 US-Dollar notiert, ehe die Aktien binnen drei Jahren 99,95% an Wert verloren hätten. In jüngster Zeit - Ende 2003 - sei es mit dem Aktienkurs nach Bruch der Unterstützungsmarke von 19 US-Dollar nochmals steil abwärts gegangen. Dabei hätten die Aktien eine Kurslücke (Gap) zwischen 14,60 und 8,24 US-Dollar gerissen.
Insgesamt hätten sich die Notierungen des Netzwerkausrüsters auf ein neues Allzeittief bei 6,20 US-Dollar gedrittelt, das im Januar dieses Jahres erreicht worden sei. Daraufhin sei eine mehrwöchige Gegenbewegung eingeleitet worden, die den Aktienkurs einen Teil des zuvor gerissenen Gaps bis auf das Niveau von 11,25 US-Dollar schließen geliassen habe. Hier sei die Rallye schließlich gemündet, als im zweiten Anlauf die Marke von 11,25 US-Dollar erneut nicht habe überboten werden können. Eine leicht abwärts geneigte Kursbewegung habe sich etabliert, die den Kurs langsam, aber sicher wieder in die Nähe seiner Tiefststände um die Marke von 6,20 US-Dollar gebracht habe.
Auf dem jetzigen Niveau fungiere das diesjährige Allzeittief als "letzte" Unterstützung vor einem neuerlichen Verkaufssignal. Gleichzeitig jedoch biete die aktuelle Chartsituation Chancen auf eine potenzielle Bodenbildung, sollte es den Kursen gelingen, wieder in steigende Richtung zu drehen und damit einen möglichen Doppelboden zu vervollständigen. Ein erstes positives Signal für diese Entwicklung könnte in den kommenden Tagen mit der Überschreitung des kurzfristigen Abwärtstrends bei ca. 7,20 US-Dollar erfolgen. Daraufhin würden den Aktienkurs die entscheidenden Hürden des Jahreshochs bzw. damit gleichzeitig das untere Ende des halb geschlossenen Gaps samt obere Bodenbegrenzung bei 11,25 US-Dollar erwarten.
Gelinge es diese Barrieren ebenfalls zu erklimmen und damit eine kleine Trendumkehr abzuschließen, dürfte die Kurslücke bis 14,60 US-Dollar vollends geschlossen und im Idealfall die zuvor verlassene Unterstützung von 19 US-Dollar nochmals angetestet werden. Spätestens hier jedoch steige die Gefahr erneuter Kursrückschläge rapide an. Doch noch sei kein (Kauf)Signal erfolgt! Die Bodenbildung sei in eine entscheidende Phase eingetreten - sollte der Kurs erneut unter das Niveau von 6,20 US-Dollar auf Tagesbasis abtauchen, seien weitere Kursverluste zu erwarten.
Die momentane Lage der Markttechnik, die von diversen bullishen Divergenzen gekennzeichnet sei, spreche jedoch eher für eine kommende Erholungsbewegung. Die Experten würden bei Redback Networks einen potenziellen Ansatz für eine kurz- bis mittelfristige Trendumkehr in Form einer möglichen Doppelbodenbildung sehen. Vorraussetzung bleibe, wie bereits erwähnt, dass der Kurs nicht signifikant unter das bestehende Allzeittief rutsche.
Erst mit dem Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends bei rund 7,20 US-Dollar sehen die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" das Chance/Risiko-Verhältnis deutlich zu Gunsten der Bullen verschoben und empfehlen, sich in der Aktie von Redback Networks in einem normalen Depotumfang zu engagieren. Je nach gewünschtem Spekulationsgrad bzw. Einstiegszeitpunkt sei die Long-Position mit einem täglich angepassten Stop-Loss-Limit zu versehen, um anfallende Trading-Gewinne abzusichern.
|