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Analysen - Ausland
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04.03.2004
Julius Bär Holding untergewichten
Zürcher Kantonalbank
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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank empfehlen die Aktien der Julius Bär Holding (ISIN CH0012083009/ WKN 865625) unterzugewichten.
Julius Bär habe die letzten Eckwerte zu den Assets under Management (AUM) Ende Oktober 2003 publiziert. Die Neugeldentwicklung im Q3 habe damals positiv überrascht. Insgesamt würden die Analysten der Zürcher Kantonalbank 2003 mit einem Anstieg der AUM um 11,7% auf CHF 118,9 Mrd. rechnen, wobei der Hauptanstieg im Q2 (+10,2%) erfolgt sei. Nach dem Verkauf des paneuropäischen Brokergeschäfts stehe die AUM-Entwicklung klar im Zentrum des Interesses bei Julius Bär.
Der tiefere Reingewinn sei v.a. auf Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des paneuropäischen Brokergeschäfts (Einmalkosten von CHF 55 Mio), mit dem Verkauf zusammenhängenden tieferen Kommissionserträgen, Kosten für den Personalabbau (CHF 21 Mio) sowie der im Durchschnitt tieferen AUM-Basis zurückzuführen. 2004 dürfte der Wegfall dieser Sonderkosten, die höheren Aktienmarktniveaus sowie tieferen Kosten zu einem Gewinnsprung von rund 50% führen.
Julius Bär habe 2003 vom guten Finanzmarktumfeld profitiert. Der positive Trend habe sich 2004 fortgesetzt, was das Investment Case der Zürcher Kantonalbank bestätige. In den letzten drei Monaten hätten sich die Bär-Aktien im Rahmen des Gesamtmarktes entwickelt, nachdem sie seit den Tiefstständen im März 2003 deutlich aufgeholt hätten.
Auf Basis der Schätzungen der Analysten von der Zürcher Kantonalbank weise Julius Bär nach wie vor eine Bewertungsprämie im Sektor auf, die Analysten stufen die Aktien daher mit "untergewichten" ein.
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