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Analysen - Neuemissionen
19.05.2000
Tele Atlas nicht zeichnen
Die Telebörse

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Die Finanzexperten des Börsenmagazins "die Telebörse" empfehlen dem Anleger die Aktie der Tele Atlas AG (WKN 927101) nicht zu zeichnen.

Die deutsche-niederländische Tele Atlas B.V. sei 1999 als Jointventure der Robert Bosch GmbH und der niederländischen Investmentgesellschaft Janivo Holding entstanden. Stück für Stück erfasse und digitalisiere das Unternehmen das komplette westeuropäische Straßennetz. Seit der Übernahme des führenden amerikanischen Anbieter digitaler Straßenkarten Etak, verfüge Tele Atlas über die weltweit größte Datenbasis für digital Kartographie. In 13 Ländern beschäftige das Unternehmen heute 1200 Mitarbeiter. In Deutschland würden unter anderem Blaupunkt und VDO Dayton zur Kundschaft gehören.
Hauptumsatzträger bei Tele Atlas sei der Bereich Fahrzeug-Navigationssysteme. Zukünftig würden die Niederländer neues Potential durch die Mobiltelefonie und das Mobile Internet sehen.

Mit dem Emissionserlös wolle Tele Atlas bestehende Darlehen ablösen und das Geschäft in den USA erweitern. Bereits für 2001 sei ein positives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von zwei Millionen Euro angestrebt. Bis 2002 solle der Umsatz auf 160 Millionen Euro steigen. Bis 2003 solle sich der Absatz von Fahrzeug-Navigationssystemen fast verdreifachen. Tele Atlas wolle mit seinen Navigagions-CD-ROMs daran teilhaben. Konkurrenz mache den Niederländern das US-Unternehmen Navigation Technology, das auch in Europa vertreten sei.

12,8 Millionen der platzierten Aktien würden aus einer Kapitalerhöhung stammen. Nur die Mehrzuteilung komme von den Altaktionären Robert Bosch GmbH und Janivo. Die Preisspanne liege zwischen 19 und 23 Euro.
Konsortialbanken seien Merrill Lynch und die Deutsche Bank, sowie HSBC Trinkhaus & Burkhardt und Mees Pierson.

Großes Wachstumspotenzial würden Erstzeichner mit einem zu hohen Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bezahlen. Laut den Experten, sei die Aktie zu teuer, daher solle man nicht zeichnen.



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