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Analysen - Ausland
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18.02.2004
Omnicom mittelfr. Einstiegschance
BörseGo
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Nach Ansicht der Experten von "BoerseGo" in ihrem "Tec-Report" sollte sich der jüngste Rücksetzer der Aktie von Omnicom (ISIN US6819191064/ WKN 871706) als gute mittelfristige Einstiegsgelegenheit erweisen.
Während der konjunkturellen Schwäche seien die Werbeausgaben deutlich zurückgegangen, nun sollten sie wieder anziehen. Die Werbebranche dürfte ihre Talsohle überstanden haben. Der US-Konzern Omnicom, eine der führenden Werbeholdings, dürfte davon profitieren. Die schwache Konjunkturentwicklung habe in den letzten beiden Jahren Druck auf die Werbebranche gebracht. Unternehmen hätten ihre Werbebudgets gekürzt. Die weltweiten Werbeumsätze seien nach dem vorangegangenen Boom zurückgegangen.
Das US-Konglomerat Omnicom, gemessen am Marktanteil die weltweite Nummer drei der Branche, habe es aber sogar in der Krise geschafft, die Umsätze weiter zu steigern. Und die Talsohle dürfte die Branche nun überstanden haben. Im laufenden Jahr sollten sportliche Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele die Werbeumsätze beflügeln. Experten würden mit einem Anstieg der Werbeausgaben um vier bis fünf Prozent rechnen.
Mit einem Marktanteil von gut 17 Prozent sei Omnicom zwar nur die drittgrößte Werbegruppe der Welt. Doch gelte das Unternehmen als kreativstes seiner Gilde. Zur Holdinggesellschaft würden rund 1.500 Agenturen aus allen Bereichen der Werbung zählen, die rund 5.000 Kunden in mehr als 100 Ländern der Erde betreuen würden. Mit den renommierten Agenturketten BBDO, DDB und TBWA würden allein drei der zehn größten Werbeagenturen zu Omnicom zählen. BBDO sei mit einem Netzwerk von 345 Geschäftsstellen in 76 Ländern das größte Werbeunternehmen weltweit. Omnicom sei also bestens positioniert, um von einem Aufschwung zu profitieren.
Im dritten Quartal des abgelaufenen Jahres sei der Umsatz dank erhöhter Werbeausgaben der Kunden um 15 Prozent auf 2,03 Milliarden Dollar geklettert. Der Nettogewinn habe sich um sieben Prozent auf 135,3 Millionen Dollar erhöht. Der Gewinn je Aktie habe 72 Cents betragen und damit einen Cent über den Erwartungen gelegen. Während der Gewinn in 2003 auf Grund höherer Kosten wohl nur um rund vier Prozent vorankommen werde, dürfte Omnicom ab dem laufenden Jahr wieder mit den gewohnten zweistelligen Zuwachsraten wachsen.
Nach dem Kurseinbruch Mitte 2002, als das Gerücht über geschönte Bilanzen die Runde gemacht habe, sei die Omnicom-Aktie mittlerweile wieder auf den alten Wachstumspfad zurückgekehrt. Die Vorwürfe seien längst ad acta gelegt, der Kurs befinde sich in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend und auf bestem Weg in alte Höhen. Ein im historischen Vergleich moderates KGV von 20 lasse Spielraum für weitere Zuwächse.
Dabei sollte sich der jüngste Rücksetzer der Omnicom-Aktie von knapp 89 auf aktuell 83 Dollar als gute mittelfristige Einstiegsgelegenheit erweisen, so die Experten von "BoerseGo". Die Höchstkurse auf dem Jahr 2000 bei rund 100 Dollar könnten im Laufe des Jahres durchaus wieder angepeilt werden.
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