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Analysen - Ausland
13.02.2004
Michelin untergewichten
Helaba Trust

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Der Analyst Fabian Kania von Helaba Trust stuft die Aktie von Michelin (ISIN FR0000121261/ WKN 850739) unverändert mit "untergewichten" ein.

Die Umsatzerlöse des französischen Reifenherstellers seien im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,4% gegenüber dem Vorjahr auf 15,4 Mrd. EUR gesunken. Während die Erlöse insbesondere durch die Wechselkursrelationen (-8,3%) negativ beeinflusst worden seien, habe das Absatzvolumen und der Preis/Produktmix-Effekt einen positiven Beitrag (+3,3% bzw. +1,6%) geleistet. Das Absatzvolumen sei im vergangenen Turnus jedenfalls klar gestiegen, was sich in einem besser als allgemein erwarteten Erlösanstieg (+8% gg. VJ) widergespiegelt habe. Der Reifenhersteller werde erst am 24. Februar detaillierte Angaben zum Gewinn 2003 machen. Allerdings hätten die Franzosen bekräftigt, dass die im Rahmen der Q3-Erlöse diesbezüglich getroffenen Aussagen weiterhin bestehen bleiben würden. Damals habe man vor Einbeziehung der verlustreichen Viborg (2003e: -30 Mio. EUR) eine operative Marge leicht unter dem VJ-Niveau (2002: 7,8%) prognostiziert.

Nach Erachten der Wertpapierexperten dürften die in den vergangenen Monaten weiter konstant gestiegenen Rohstoffpreise der Hauptgrund dafür gewesen sein, dass der Konzern trotz des gegen Ende des Jahres besser als erwarteten Reifengeschäfts die Aussage zur Gewinnspanne aus dem Herbst nur wiederholt habe. Die Analysten würden bisher von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 0,51 EUR ausgehen. Michelin habe sich beim Ausblick auf das laufende Jahr zurückhaltend gegeben. Die zuletzt in Teilen zu beobachtende dynamische Entwicklung dürfe demnach nicht fortgesetzt werden. Des Weiteren würden die vorgenommen Preiserhöhungen die Nachfrage zunächst etwas dämpfen lassen, was angesichts der hohen Rohstoffkosten notwendig sei.

Die Analysten von Helaba Trust bleiben weiterhin bei ihrem "untergewichten"-Rating für die Michelin-Aktie.


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