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Analysen - Ausland
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10.02.2004
Statoil chancenreich
Performaxx-Anlegerbrief
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Das norwegische Ölunternehmen Statoil (ISIN NO0010096985/ WKN 675213) bietet Investoren einen fast unschlagbaren Mix aus günstiger Bewertung, hoher Dividendenrendite und intaktem Chartbild, so die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief".
Das Beste aber: Die Norweger würden im Vergleich zum Sektor mit einem großen Discount notieren. Diese Unterbewertung schreie zwar nach einem Anpassungsprozess, doch spiele sich der nicht zwangsläufig von heute auf morgen ab. Immerhin werde Statoil noch zu über 80% vom Staat kontrolliert, ein Manko, das institutionelle Anleger in der Vergangenheit auf Distanz gehalten habe. Die Bestrebungen, weitere Anteile von Statoil in die "Freiheit" zu lassen, dürfte aus Investorensicht also genau der richtige Weg sein, institutionelle Adressen künftig vermehrt zu einem Investment zu bewegen.
Das Unterinvestment in Statoil habe allerdings Methode. Denn weder in Bezug auf die Marktkapitalisierung noch auf die Umsätze seien die Norweger unter den weltweiten Top Ten der Branche anzutreffen. Das in Stavanger ansässige Unternehmen sei mit 1,9 Mrd. Barrel Öl und 0,38 Mrd. Kubikmetern Erdgas, zusammen somit 4,3 Gigabarrel an Öläquivalenten, nur ein örtlicher Big Player. Zum Vergleich: Die von den Experten Anfang Januar vorgestellte Royal Dutch/Shell verfüge selbst nach der Reduktion ihrer Reserven genau wie BP noch über die vierfachen Reserven wie Statoil.
Ein Blick auf die Geschäftszahlen zeige, dass die Norweger nach einer Wachstumsdelle mittlerweile wieder zurück in die Spur gefunden hätten. Im dritten Quartal 2003 habe der Nettogewinn mit 4,4 Mrd. Norwegischen Kronen (NOK) gleich 10% über der Konsensschätzung gelegen. Das habe immerhin mehr als 60% über dem Vorjahreswert gelegen, wo es allerdings einen signifikanten Gewinneinbruch gegeben habe. Auf Neunmonatsbasis sehe es ebenfalls gut aus: Der EBITDA-Gewinn habe bei rund 12,3 Mrd. NOK rund 13% über dem Vorjahreswert gelegen, obwohl eine Einmalbelastung von 6 Mrd. NOK zu Buche geschlagen habe. Der Nettogewinn sei unter dem Strich konstant geblieben. Nachdem Statoil die Schätzungen für seine Ölvorkommen für sein in der Nordsee befindliches Ölfeld "Glitne" auf 50 Mio. Barrel heraufgesetzt habe - womit sich die Lebensdauer mal eben bis auf das Jahr 2007 verdoppelt habe.
Eine niedrige Bewertung mit einem KGV von 10, eine Dividendenrendite von 4% und eine generelle Unterbewertung gegenüber seinen europäischen, vor allem aber amerikanischen Pendants sprächen für ein Engagement in die norwegische Statoil. Ein Blick auf den Chart zeige, dass Investoren in den letzten Monaten den Anpassungsprozess eingeleitet hätten. Auf längere Sicht stehe zunächst das Allzeithoch von 9,50 Euro von April 2002 wieder zur Disposition. Kurse von über 10 Euro sollten aber noch in diesem Jahr gesehen werden.
Die Aussichten für Statoil sind und bleiben vorzüglich, kurzfristige Kursschwankungen sind in diesem Sektor allerdings nicht zu vermeiden, so die Experten von "Performaxx-Anlegerbrief".
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