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Analysen - Neuemissionen
15.05.2000
Tele Atlas nicht zeichnen
GoingPublic-Online

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Aktien der Tele Atlas N.V. (WKN 927101) können noch bis zum 24. Mai in einer Preisspanne von 19 bis 23 Euro gezeichnet werden, so GoingPublic Online.

Die Erstnotiz am Neuen Markt sei für den 26. Mai vorgesehen. Zum Bankenkonsortium gehören den IPO-Experten zufolge Merrill Lynch und die Deutsche Bank (Joint Lead) sowie HSBC Trinkaus Burkhardt und MeesPierson.

Plaziert würden 12,75 Mio. Stückaktien mit einen rechnerischen Nennwert von 0,10 Euro. Diese stammen in voller Höhe aus einer Kapitalerhöhung, so die Experten. Darüber hinaus stehe ein Greenshoe von 1,9125 Mio. Aktien zur Verfügung, der von abgebenden Altaktionären bereitgestellt werde. Bei voller Ausübung des Greenshoe betrage der Free Float 39 %.

Das Unternehmen erstelle digitale kartographische Datenbänke vorwiegend für Westeuropa und seit der Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Etak auch für die USA. Hauptabnehmer für die digitalen Straßenkarten sei der Bereich der Fahrzeugnavigation. Die Systeme seinen aber auch in der mobilen Kommunikation (WAP) anwendbar. Weitere Zielbereiche seien geographische Informationssysteme, Geomarketing, Sport und Verkehr.

Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen einen Umsatz von 38,7 Mio. Euro erzielt. Dieser dürfte laut GoingPublic Online im laufenden Jahr auf 76 Mio. Euro und in kommenden Jahr auf 119 Mio. Euro ansteigen. Im Jahr 2002 könnten den Experten zufolge dann bereits 167 Mio. Euro erzielt werden. Doch auf der Ertragsseite habe im vergangenen Jahr noch ein dicker Verlust von 2,21 Euro je Aktie gestanden. In diesem Jahr dürfte das Ergebnis je Aktie bei -0,34 Euro liegen und im kommenden Jahr mit 0,16 Euro erstmals im positiven Bereich liegen. Im Jahr 2002 sollten es dann 0,26 Euro sein.

Damit sei die Aktie mit einem 2001er-Emissions-KGV von 144 bewertet (Basis: 23 Euro). Dem stehen laut GoingPublic Online Wachstumsraten beim Umsatz von 63 % p.a. (CAGR) gegenüber. Akquisitionsbereinigt liege dieser Wert bei nur 46 %. Auch wenn die ambitionierten Planzahlen eingehalten werden könnten, erscheine die Bewertung deutlich überzogen.

Das Fazit kann daher nur lauten: Nicht zeichnen!



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