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Analysen - Ausland
04.02.2004
BBVA untergewichten
Helaba Trust

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Der Analyst Sebastian Reuter von Helaba Trust nimmt für die Aktie von BBVA (ISIN ES0113211835/ WKN 875773) ein Downgrade von "neutral" auf "untergewichten" vor.

Das Kreditinstitut habe im Geschäftsjahr 2003 einen Konzerngewinn in Höhe von 2,227 Mrd. EUR erwirtschaftet, was einem Plus von 29,5% gegenüber dem Vorjahr entsprochen habe. Das Ergebnis 2003 sei insbesondere durch einen klaren Rückgang der Risikovorsorge begünstigt (-26,7% ggü. VJ auf 1.277 Mio. EUR) worden. Bei der operativen Entwicklung habe BBVA hingegen für eine Enttäuschung gesorgt. Hinzu komme, das die negativen Währungseffekte die Umstrukturierungserfolge in Lateinamerika zunichte gemacht hätten. Die Gewinnentwicklung habe sich hier rückläufig gestaltet (-2,6% ggü. VJ auf 716 Mio. EUR).

Die geplante Übernahme des außenstehenden 40,6-prozentigen Anteils an der mexikanischen Bancomer für 3,3 Mrd. EUR würden die Wertpapierexperten unter Diversifikationsaspekten für wenig sinnvoll halten. Auf mittlere Sicht dürfte zudem die Ertragsentwicklung auf dem spanischen Heimatmarkt von größerer Bedeutung sein. Hier sollte der steigende Wettbewerbsdruck dem Ergebniswachstum allerdings Grenzen setzen. Aufgrund der unter dem Strich verhaltenen Wachstumsaussichten würden die Experten daher nur eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung der Aktie erwarten, zumal auch die Dividendenrendite in der Vergangenheit schon höhere Werte erzielt habe und die mäßigen Ertragsperspektiven somit nicht kompensieren dürfte. Die Eigenkapitalbewertung könne man zudem als stattlich bezeichnen.

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die BBVA-Aktie mit "untergewichten".


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