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Analysen - DAX 100
31.08.1998
HypoVereinsbank kaufen
Hamburgische LB

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HypoVereinsbank neutral (unverändert) letzte Analyse: 03/98
Banken

Wertpapierkenn-Nr.: 802 200 / BVMG

Tanja Steffens
Wertpapier-Research
Telefon: 040 3333 3273

HypoVereinsbank startet am 3. September

Die Fusion der Bay. Hypotheken- und Wechselbank (Hypo-Bank) und der Bay. Vereinsbank wird am 31. August rechtswirksam. Die fusionierte Bay. Hypo- und Vereinsbank wird ihre Produkte unter dem Namen HypoVereinsbank vertreiben. Am 1. und 2. September werden Umtauschansprüche anstelle der Aktien der Hypo-Bank an der Börse gehandelt. Der erste Handelstag für die Aktien der neuen HypoVereinsbank mit der Wertpapierkenn-Nr. 802 200 ist der 3. September. Alle ausstehenden Aktien der Bay. Vereinsbank werden auf den neuen Namen umbenannt. Die Aktien der Hypo-Bank werden im Verhältnis4:3 in Aktien der fusionierten Bank umgetauscht. Außerdem erhält jeder Aktionär der Hypo-Bank eine Gutschrift von 0,26 DM je Aktie, die steuerlich wie eine Dividende behandelt wird.

Art des Mergers und Management-Stil gefallen nicht nur den US-Häusern

Es ist keine Frage, Albrecht Schmidt entwickelt für die HypoVereinsbank eine starke Perspektive. Bei konsequenter Durchsetzung wird eine moderne Bank entstehen, die sich vom Stil der früheren Bayernbanken sichtbar unterscheiden dürfte. Das Erfolgsrezept hin zu einer führenden Regionalbank in der Region Europa ist strikte Dezentralität, konsequentes Bonussystem für Mitarbeiter und zielgerichtete Ausweitung ertragstarker Geschäftsfelder. Die Story ist sehr gut kommunizierbar, vor allem auch den Amerikanern gefällt sie, wie bereits die Art des Mergers. Die große Frage ist, wie schnell die Integration und die Etablierung des Neuen vonstatten geht. Im Aktienkurs ist eine sich sehr rasch verbessernde Eigenkapitalrenditenach Steuern (heute etwa 10%) und eine schnelle Verschlankung des Filialnetzes enthalten. Wir sehen die Aktie gegenwärtig nicht als Outperformer. Wir prognostizieren für 1998 ein Ergebnis je Aktie von 4,80 DM, für 1999 5,35 DM. In unserem Rating bleibt es bei der neutralen Einstufung.

Fazit: Die Vereinsbank hat durch den Kauf der Noris Verbraucherbank ihre Stellung im Inlandsgeschäft verbessert. Das Halbjahresergebnis, das am 24. Juli veröffentlicht wird, dürfte - ebenso wie das der übrigen Großbanken - durch deutliche Wachstumsraten glänzen. Besondere Risiken und Abschreibungsbedarfe sind in den Kreditengagements nicht zu erkennen. Die Marge im starken Immobiliengeschäft hat sich stabilisiert. Auch die Entwicklung der Direktbanken-Tochter Advance Bank verläuft besser als erwartet. Die Gewinn-schätzungen für 1997 und 1998 haben wir hochgesetzt. Durch die Spekulationen über eine Fusion ist die Aktie nach wie vor hoch bewertet; das wird beim Vergleich der Banken-KGV sichtbar. Ein Manko ist die noch nicht deutlich gewordene Strategie des Auslandsgeschäfts. Insgesamt erwarten wir, daß sich die Vereinsbank-Aktie neutral zu den Großbanken entwickelt, weshalb wir sie in unserem Rating auf neutral belassen. Zum Kauf empfehlen wir unverändert Commerzbank und DeutscheBank.

Die veröffentlichten Informationen basieren auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten. Die hier geäußerten Meinungen über Märkte und Produkte sind unverbindlich. Sie stellen keine Aufforderung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf dar. Die Lektüre dieser Publikation kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir bitten Sie deshalb, sich an Ihren Betreuer bei der Hamburgischen Landesbank zu wenden.



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