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Analysen - Ausland
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30.01.2004
Bank Austria halten
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Erste Bank bewerten die Aktie der Bank Austria (ISIN AT0000995006/ WKN 813030) mit "halten".
Die in den letzten Wochen aufgetauchten Gerüchte rund um Änderungen im Management-Team der Bank Austria (BA-CA) hätten sich diese Woche bestätigt: In einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung am 26. Januar sei beschlossen worden, dass Vorstandsmitglied Erich Hampel (früherer CA Vorstandsvorsitzender) den bisherigen CEO Karl Samstag mit sofortiger Wirkung ablöse. Auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Friedrich Kadrnoska sei ersetzt worden; seine Funktion übernehme Wolfgang Haller, der auch bisher bereits im Vorstand der BA-CA gewesen.
CEO Samstag sei somit nur 10 Monate in dieser Position gewesen, sein Vertrag wäre noch bis 2005 gelaufen. Neu im Vorstand sei Johann Strobl, zuständig für den Bereich Risikomanagement. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder sei von acht auf sieben gesunken. Medienberichten zufolge habe die Entscheidung des Aufsichtsrats den Wünschen der Muttergesellschaft HVB sowie des BA-CA Aufsichtsratsvorsitzeden Randa entsprochen.
Größere Kursrelevanz hätten nach Erachten der Analysten andere Themen: so sollte die geplante Indexaufnahme in den polnischen WIG 20 im März der Aktie Unterstützung geben und auch Gerüchte über eine Fusion z.B. zwischen deutschen Grossbanken hätten bisher kurstreibend gewirkt. Aus fundamentaler Sicht sei man nicht so optimistisch, da der jüngste Kursanstieg die Aktie im Vergleich zu anderen westeuropäischen Banken mit CEE Geschäft auf KGV Basis nicht gerade günstig erscheinen lasse. Der immer noch vorhandene Abschlag beim Kurs/Buchwert-Verhältnis sei aufgrund der deutlich geringeren Profitabilität der BA-CA gerechtfertigt.
Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie der Bank Austria mit "halten" ein.
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