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Analysen - DAX 100
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22.12.2003
Puma kaufen
Bank Hofmann
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von Puma (ISIN DE0006969603/ WKN 696960) zu kaufen.
Der deutsche Sportartikelproduzent sei enorm in Form. In den ersten neun Monaten 2003 sei der Umsatz um 43% auf 1,05 Mrd. EUR gestiegen. Bereinigt um Währungseinflüsse habe er sich sogar um 51% erhöht. Gleichzeitig sei der Reingewinn um 114% auf 231,3 Mio. EUR geklettert, was die Konzernleitung dazu bewogen habe, ihre Gewinnprognose für 2003 zum dritten Mal anzuheben.
Sie erwarte nun einen Anstieg des Gewinns pro Aktie von mindestens 92% (Publikation der vorläufigen Zahlen Anfang Februar). Bereits zwischen 1999 und 2002 habe Puma Umsatz- und Gewinnsprünge von jährlich durchschnittlich 35% resp. 107% verbucht. Triebfeder dieser beeindruckenden Entwicklung sei die Umsetzung einer ehrgeizigen langfristigen Unternehmensstrategie, die zum Ziel habe, Puma als begehrteste Sportlifestyle-Marke der Welt zu etablieren.
Der für 2003 geschätzte Jahresumsatz von 1,3 Mrd. EUR sei im Vergleich zu den beiden Hauptkonkurrenten Nike (ca. 11,5 Mrd. USD) und adidas (6,5 Mrd. EUR) noch bescheiden, doch lasse sich daraus ableiten, welches Umsatzpotenzial sich Puma langfristig biete. Phasen I und II der Unternehmensstrategie hätten eine solide Finanzstruktur (Eigenkapitalquote von 51%), eine markante Verbesserung der Ertragskraft (operative Marge in den ersten neun Monaten 2003: 22,1%) und einen stark erhöhten Bekanntheitsgrad von Puma als Marke für technisch innovative Produkte mit hoher Funktionalität und Komfort bewirkt.
Die 2003 angelaufene Phase III ziele darauf ab, das Potenzial von Puma in den beiden Segmenten Sportartikel und sportliche Mode voll auszuschöpfen. Rund 70% des Umsatzes würden mit Schuhen (Umsatz in den ersten neun Monaten 2003: +43%), 25% mit Bekleidung (+49%) und 5% mit Accessoires (+24%) erzielt.
In Phase III solle aber auch die Organisationsstruktur flexibilisiert werden, um sich in einer globalisierten und immer schnelllebigeren Branche behaupten zu können. Gewinnsprünge in der Größenordnung von 100% würden sich in den nächsten Jahren wohl nicht mehr wiederholen lassen, dennoch sollte Puma die beiden großen Konkurrenten Nike oder adidas weiterhin ausstechen.
Wachstum wolle die Geschäftsleitung vorab in Europa (70% des Konzernumsatzes) und Amerika (23%) erzielen. Per Ende September 2003 habe der Auftragsbestand mit 646 Mio. EUR 29% über dem Vorjahresniveau gelegen (währungsbereinigt +34%). Für 2004 und 2005 rechne man mit einem Anstieg des Gewinns pro Aktie von je etwa 20%. Trotz der fast schwindelerregenden Kursperformance der letzten zwei Jahre sei die Bewertung mit einem KGV 04 von 10,7 sehr günstig geblieben.
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen deshalb die Aktie von Puma zum Kauf.
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