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Analysen - Ausland
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08.01.2004
Kingfisher kaufen
ExtraChancen
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen die Aktie von Kingfisher (ISIN GB0030738503/ WKN 867546) zu kaufen.
Die britische Zeitung "The Observer" habe die neuesten Diskussionen ausgelöst, als sie von einem Übernahmeangebot für Kingfisher in Höhe von 14,3 Mrd. USD berichtet habe. Laut zuverlässigen Quellen solle Home Depot bereit sein, diese Summe für eine Akquisition zu offerieren. Die ersten Gerüchte aus dem Dezember seien zunächst wieder verstummt gewesen, nachdem auch das britische Pfund gegenüber dem Dollar auf immer neue Höchststände geklettert sei. Analysten hätten die Meinung vertreten, diese Schwäche des Geenback könnte eine solche Transaktion verhindern.
Kingfisher selbst habe sich zu diesem Thema bislang noch nicht geäußert. Sollte das Angebot tatsächlich bei 14,3 Mrd. USD liegen, würde dies rund 8 Mrd. GBP entsprechen und knapp 20% über der aktuellen Kapitalisierung des Baumarktkonzerns liegen.
Obwohl in Deutschland wenig bekannt, sei Kingfisher die größte Baumarktkette in Europa. Zu dem britischen Unternehmen würden neben der Baumarktkette B&O (Großbritannien) auch die französische Castorama-Gruppe oder Bricot Depot sowie eine Beteiligung an dem deutschen Heimwerkermarkt Hornbach zählen. Daneben agiere der Konzern auch noch in Polen, Italien, Spanien, China, Taiwan und der Türkei.
Durch den Verkauf der Drogeriesparte, der Woolworth-Kette sowie der Elektriksparte Kesa Electricals hätten sich die Briten "fein gemacht". Denn erst durch diese neue strategische Ausrichtung sei Kingfisher zu einem beliebten Übernahmeobjekt im Baumarktbereich geworden.
Im operativen Geschäft belaste derzeit allerdings die anhaltende Konjunkturflaute - besonders in Großbritannien mache sich die Zurückhaltung der Konsumenten bemerkbar. Zwar hätten die Zahlen für das dritte Quartal des am 1. Februar 2004 endenden Geschäftsjahres 2003/04 noch deutlich über den Analystenprognosen gelegen. Doch im laufenden Schlussquartal könnte es zu Einbußen bei Umsatz und Ertrag kommen. Mit der Stärkung der margenträchtigen Eigenmarken und verschiedenen Kostensenkungsmaßnahmen, speziell im Einkauf, versuche der Konzern diese allerdings abzufedern.
Kingfisher-Chef Gerry Murphy lade potenzielle Kauf-Interessenten ein, "durch die Vordertür zu kommen". Das Unternehmen würde mit ihnen reden. Kingfisher biete damit eine durchaus interessante Spekulation auf eine Übernahme, denn die sich etwas abschwächende Nachfrage im vierten Quartal sollte bereits im Kurs eskomptiert sein. Den Anlegern werde die "Wartezeit", bis es zu einem möglichen Übernahmeangebot, mit einer Dividendenrendite von über 3,6% versüßt. Größere Orders sollten an der Heimatbörse in London aufgegeben werden.
Die Kingfisher-Aktie wird von den Experten von "ExtraChancen" zum Kauf empfohlen.
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