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Analysen - Ausland
30.12.2003
AES neutral
Merrill Lynch

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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch bewerten die Aktie des US-amerikanischen Energieproduzenten AES (ISIN US00130H1059/ WKN 882177) nach wie vor mit "neutral".

AES habe sich mit der Entwicklungsbank von Brasilien (BNDES) auf eine Restrukturierung von Eigen- und Fremdkapital bei Electropaulo geeinigt. Demnach werde AES seine sämtlichen brasilianischen Tochterfirmen (Electropaulo, Uruguaiana, Tiete und schließlich auch Sul) zu einem einzigen Unternehmen zusammenführen. Die BNDES werde eine 53%ige wirtschaftliche Beteiligung an dem neuen Unternehmen erhalten. Im Gegenzug erlasse die Bank AES 600 Mio. USD an Schulden und der Konzern behalte die Stimmenmehrheit für den neuen Konzern. Die restlichen 510 Mio. USD an Schulden müsse AES der BNDES erst ab dem Jahre 2007 zurückzahlen.

Nach Ansicht der Analysten werde das brasilianische Geschäft wohl keine Auswirkungen auf den Cash Flow des Mutterkonzerns haben. In der Bilanz von AES dürfte sich die Restrukturierung in Brasilien jedoch positiv bemerkbar machen, während der Effekt auf die Gewinne des Mutterkonzerns noch nicht abzusehen sei. Das Researchteam werte die Transaktion jedoch insgesamt als positiv, da sie AES die Chance gebe, die Performance der brasilianischen Geschäfte zu verbessern, die bislang die Gewinne des Konzerns belastet habe. Das EPS von AES werde in den Geschäftsjahren 2003 und 2004 bei 0,35 bzw. 0,55 USD erwartet.

Vor diesem Hintergrund bleibt das Rating der Investmentbanker von Merrill Lynch für die hochvolatile Aktie von AES bei "neutral".


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