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Analysen - Nebenwerte
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03.12.2003
DEAG halten
FIRST FOCUS-Indep. Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von FIRST FOCUS-Independent Research stufen die Aktie der DEAG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) mit "halten" ein.
Dass der 9-Monats Abschluss trotzdem mit minus 3,3 Mio. Euro negativ ausgefallen sei, hänge vor allem an der hohen Verschuldung des Unternehmens. Aus diesem Grund sei in den letzten Monaten intensiv mit den finanzierenden Banken bzw. Aktionären verhandelt, und ein Forderungsverzicht von 11,8 Mio. Euro erwirkt worden. Vorraussetzung für diesen Forderungsverzicht sei das Begleichen der Restschuld, die durch eine Kapitalerhöhung erbracht werden solle.
Durch diese Kapitalmaßnahme, die derzeit durchgeführt werde, sollten liquide Mittel in der Höhe von 15,3 Mio. Euro generiert werden. Sollte diese scheitern, so sei auch der Forderungsverzicht der finanzierenden Parteien hinfällig. Um die Liquidität weiter zu verbessern sollten die an der Jahrhunderthalle (Frankfurt) angrenzenden Areale verkauft werden.
Nach der Refokussierung auf das Kerngeschäft erwarte man für dieses Jahr einen Umsatz von 120,5 Mio. Euro, bis 2005 einen Umsatzanstieg auf 140 Mio. Euro. Das EBIT solle im selben Zeitraum durch weitere Rationalisierungsmaßnahmen von 5,4 Mio. Euro im Jahr 2003 auf 7,8 Mio. Euro in 2005 steigen. Der Jahresüberschuss hänge jedoch davon ab, ob die Kapitalerhöhung und damit auch der Forderungsverzicht durchgeführt werden könne oder nicht.
Sollte die Kapitalerhöhung platziert werden können, und davon sei nach dem derzeitigen Wissenstand auszugehen, könne man von einem Gewinn für 2004 von rund 31 Cent pro Aktie ausgehen, basierend auf nunmehr 13,75 Mio. Aktien. Da man für 2005 kaum mit einer Umwandlung der Wandelanleihe rechne, erwarte man einen Gewinn von 0,42 Cent pro Aktie. Durch die Kapitalerhöhung verbessere sich das Eigenkapital beträchtlich. Daher hätten die Wertpapierexperten einen fairen Wert der DEAG Entertainment AG im Falle der Platzierung der Kapitalerhöhung bei 5 Euro pro Aktie feststellen können.
Sollte die Kapitalerhöhung scheitern, wäre dies ein herber Schlag für die Sanierung der DEAG. Jedoch würde sich danach keine unmittelbare Bedrohung des Unternehmens darstellen. Da der Gewinn großteils durch die fälligen Zinszahlungen aufgezehrt werde, würde sich für 2003 ein Gewinn von 13 Cent pro Aktie errechnen. Für 2004 gehe man von 17 Cent Gewinn pro Aktie aus. Daraus errechne sich ein fairer Wert der Aktie von 2,20 Euro.
Die Kapitalerhöhung stelle derzeit für den Aktionär oder potentiellen Investor eine interessante Chance dar, sich risikolos an einem hochprofitablen und entschuldeten Unternehmen zu beteiligen. Die Experten von FIRST FOCUS-Independent Research empfehlen daher, die Kapitalerhöhung zu zeichnen.
Mit der einhergehenden Entschuldung sehe man in den nächsten 12 Monaten ein Kurspotential bis 4,5 Euro (Abschlag von 10 Prozent auf den fairen Wert durch unrühmliche Vergangenheit). Sollte die Kapitalerhöhung nicht vollständig platziert werden können, werde diese rückabgewickelt. In diesem Falle würde man den fairen Wert der DEAG mit 2,20 festlegen.
Die DEAG-Aktie bewerten die Analysten von FIRST FOCUS-Independent Research derzeit mit "halten", sollte jedoch die Kapitalerhöhung vollständig platziert werden, stufen sie die Aktie auf "kaufen" mit dem Kursziel von 4,50 Euro.
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