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Analysen - Nebenwerte
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03.12.2003
DEAG kaufen
ExtraChancen
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "ExtraChancen" empfehlen die Aktie von DEAG (ISIN DE0005513907/ WKN 551390) zu kaufen.
Nach den Schwierigkeiten der vergangenen Jahre würden die DEAG Deutsche Entertainment AG immer noch Bankkredite drücken. Die Berliner seien in den vergangenen Jahren ein Opfer der zu schnellen Expansion geworden. Von 1998 bis 2001 habe das Unternehmen den Umsatz - in erster Linie durch Akquisitionen - von 72 Mio. Euro auf 296 Mio. Euro gesteigert.
Das Ergebnis habe dabei hingegen nicht mithalten können, insbesondere der Musical-Bereich habe deutliche Verluste gebracht. Die Töchter Stella und Qivive seien in die Insolvenz gegangen und hätten vollständig abgeschrieben werden müssen. Mit der nun laufenden Kapitalerhöhung in Verbindung mit dem Forderungsverzicht könnte sich die DEAG entschulden.
Der Schritt scheine sinnvoll, denn operativ habe die Sanierung der DEAG unter dem Motto "back to the roots" massive Fortschritte gebracht. Diese Rückkehr zu den Wurzeln sei primär durch die Verschmelzung, Übertragung oder den Verkauf der zu Spitzenzeiten 45 Töchter erfolgt. Mittlerweile sei die Zahl auf 20 Gesellschaften gesunken.
Die Mitarbeiterzahl sei vor allem durch den Verkauf der Anteile an Stella von 1.876 im Jahr 2001 auf gerade einmal 216 Ende 2002 reduziert worden. Auch im Kernbereich sei der Mitarbeiterstand um 85 Personen gesunken. Damit seien hier die Hausaufgaben gemacht worden.
Die Neunmonatszahlen würden diese Entwicklung, aber auch das aktuelle Dilemma belegen. Das EBIT vor Sanierungsaufwand habe mit 1,2 Mio. Euro im Plus gelegen. Nach Sanierungsaufwand sei noch immer ein positives EBIT von 0,1 Mio. Euro ausgewiesen worden. Der Neunmonats-Fehlbetrag habe jedoch bei 3,3 Mio. Euro gelegen. Dieser sei großteils durch Zinsaufwand von 3,14 Mio. Euro verursacht worden.
Daher seien Forderungsverzicht und Kapitalerhöhung für die DEAG so enorm wichtig. Denn dadurch könnte sich das Unternehmen entschulden, was zu einer schlagartigen Verbesserung des Ergebnisses führen würde. Vergleichsweise konservative Schätzungen lägen in diesem Fall bei einem Gewinn je Aktie von 0,30 bis 0,35 Euro. Neue Vereinbarungen, z.B. bei der Ticketvermarktung, könnten der DEAG aber ohne nennenswerte Zusatzkosten schon in 2004 einen weiteren Ertrags-Swing bescheren.
Allerdings nur, wenn die Kapitalerhöhung auch durchgehe. Heute um 24 Uhr würden die Bezugsrechte auslaufen, so dass es schon in Kürze eine entsprechende Vollzugsmeldung geben werde. 65% der Kapitalerhöhung seien durch ein Investorenkonsortium, bestehend aus der Auric Gruppe, KTG Technologie Beteiligungsgesellschaft und dem CEO Schwenkow, garantiert.
Die Kleinanleger und institutionelle Investoren müssten die verbliebene Lücke schließen. Sollte dies nicht gelingen, würde es auch nicht überraschen, wenn Schwenkow noch etwas "drauflegt". Denn im Gegenzug erschließe er sich den Forderungsverzicht der Banken, werte also auch seinen aktuellen Anteil von 30% deutlich auf und könne anschließend zusammen mit der Auric die Mehrheit halten.
Hochspekulativen Investoren biete sich daher die Chance, bereits vor der Meldung eine Position aufzubauen. Empfehlenswerter erscheine es aber, zunächst die Erfolgsmeldung im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung abzuwarten und erst dann den Einstieg zu wagen. Das Kurspotenzial der "neuen" entschuldeten DEAG liege dann, verglichen mit dem aktuellen Niveau, bei 100%!
Die DEAG-Aktie wird von den Experten von "ExtraChancen" zum Kauf empfohlen.
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