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Analysen - Ausland
20.04.2000
Softbank extrem überbewertet
FOCUS-MONEY

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Zum Verkauf raten die Analysten des Anlegermagazins Focus Money bei der Softbank-Aktie (WKN 891624).

70% ihres Wertes habe die japanische Internet-Beteiligungsfirma Softbank allein in den vergangenen zwei Monaten verloren – Softbank-Firmengründer Masayoshi Son habe einen Vermögensverlust von mehr als 50 Milliarden DM verbucht.

Son habe sich bei der Vergabe von Yen-Krediten an seine US-Tochter Softbank Holding verspekuliert. Allein diese Bewertungskorrektur habe sein Unternehmen im vergangenen Jahr 920 Millionen DM gekostet. Zudem würden 261 Millionen DM Zinsrückzahlungen für Schulden der US-Tochter Ziff-Davis drücken. Folglich habe Son für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung aussprechen müssen. Er rechne mit einem Verlust von rund einer Milliarde DM.

Branchenexperten würden auch den Kauf der zahlungsunfähigen Nippon Credit Bank bemängeln. Sie würden monieren, dass sich die Internet-Holding mit einer altmodischen Bank belaste.

Obwohl die Softbank-Aktie bereits enorm an Wert verloren habe, seien weitere Kursverluste nicht ausgeschlossen. Das Papier sei – selbst auf jetzigen Kursniveau – noch immer extrem überbewertet. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis der Internet-Company liege fünfmal über dem des japanischen Gesamtmarktes.



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